​Obwohl ​Borussia Dortmund in der abgelaufenen Saison zwischenzeitlich einen Neun-Punkte-Vorsprung auf den FC Bayern München aufbauen konnte, mussten sich die Schwarz-Gelben am Ende mit der Vizemeisterschaft zufriedengeben. Um in der kommenden Spielzeit einen erneuten Angriff auf den Thron zu wagen, soll das Team weiter verstärkt werden. Angeblich soll dabei ​Julian Brandt eine Schlüsselrolle einnehmen.


Bereits seit geraumer Zeit wird der Offensivspieler von ​Bayer 04 Leverkusen mit zahlreichen Spitzenklubs in Verbindung gebracht. Endgültig auf die Fährte des 24-fachen Nationalspielers gelockt, wurden die Interessenten dabei durch die Offenbarung, dass der flinke Mittelfeldspieler dank einer Ausstiegsklausel in seinem eigentlich bis 2021 datiertem Arbeitspapiers in diesem Sommer für gerade einmal 25 Millionen Euro zu haben sein wird.

Julian Brandt

Julian Brandt lieferte in dieser Saison starke 17 Torvorlagen


Angesichts des sonst derart überhitzten Transfermarktes, bei dem in jüngster Vergangenheit für deutlich untalentiertere Spieler weitaus höhere Summen über die Ladentheke wanderten, ist der Blondschopf somit ein echtes Schnäppchen. Der Spieler selbst, ließ sich hinsichtlich seiner persönlichen Karriereplanung bislang noch nicht wirklich in die Karten schauen, betonte nach der ​geglückten Qualifikation für die Champions League der Werkself aber, dass er sich in Leverkusen aktuelle pudelwohl fühle.


Auch ​Sportdirektor Rudi Völler machte den Bayer-Anhängern am vergangenen Sonntag Hoffnungen auf einen Brandt-Verbleib. "Ich gehe davon aus, dass in den nächsten fünf, sechs, sieben Tagen eine Entscheidung fallen wird. Ich weiß, welche Klubs angefragt haben und wohin er nicht gehen wird. Wir warten einfach ab und sind optimistisch. Ich denke, dass es eine 50:50-Entscheidung ist", so der erfahrene Kaderplaner laut onefootball.com.


Wie der kicker und auch die BILD voneinander unabhängig in Erfahrung gebracht haben wollen, soll das Pendel des spielstarken 23-Jährigen nun aber doch in Richtung BVB ausgeschlagen haben. So sollen sich der ehrgeizige Spieler und die Verantwortlichen des Herbstmeisters bereits weitesgehend handelseinig sein und gelte es nur noch kleine Details zu klären, bevor mit einer in Bälde bevorstehenden Vertragsunterzeichnung der Deal unter Dach und Fach gebracht werden kann.


Für den BVB wäre eine Verpflichtung des gebürtigen Bremers ein echter Prestige-Erfolg, zumal man sich dann gegen namhafte Konkurrenz aus dem Ausland hätte durchsetzen können. Allem Anschein nach maß Brandt den Dortmundern eine für ihn größere Perspektive bei, als ebenfalls interessierten Schwergewichten wie Champions-League-Finalist Tottenham Hotspur, Tuchel-Klub Paris Saint-Germain oder dem italienischen Serienmeister Juventus Turin.

Rudi Voeller

Rudi Völler hofft bis zuletzt auf einen Verbleib seines Superstars


Wechselt Brandt tatsächlich innerhalb der Bundesliga, könnten sich die Borussen auf einen der vielseitigsten Offensivspieler Deutschlands freuen. Insbesondere unter der Führung seines neuen Trainers Peter Bosz legte der Rechtsfuß in dieser Spielzeit eine starke Entwicklung hin und zeigte auf, dass er sich sowohl auf den Flügeln, aber auch auf der Acht sehr wohl fühlt. 


Neben der Verpflichtung von Brandt, sollen auch die Deals mit Hoffenheims Nico Schulz und Gladbach-Star ​Thorgan Hazard kurz vor der Vollendung stehen. Die Bayern dürften sich daher in der nächsten Saison wohl nicht mehr darauf verlassen, dass dem Erzrivalen auf den letzten Metern die Luft ausgeht.