Bei ​Fortuna Düsseldorf läuft nach dem geglückten Klassenerhalt die Planung für die kommende Bundesligasaison auf Hochtouren. Fortuna-Coach Friedhelm Funkel aber warnt vor zuviel Demut und will mehr Geld für Spieler. Sonst sei ein solches Wunder nicht noch mal möglich.


Vor der Saison hatte kaum jemand damit gerechnet, das Fortuna Düsseldorf den Klassenerhalt schafft. Mit 41 Zählern nach 33 Spieltagen aber haben die Rheinländer bereits frühzeitig die Klasse halten und die restliche Fußballrepublik überraschen können. Der Vater des Erfolges heißt ganz klar Friedhelm Funkel. Der Trainer hat es geschafft, mit einer klaren Ansprache und einem vernünftigen System eine Einheit aus der Mannschaft zu formen. Am Ende steht eine relativ sorgenfreie Saison.


Nun aber warnt der Trainer vor dem kommenden Spieljahr. "Mit dem gleichen finanziellen Aufwand wirst du nicht noch ein Jahr in der 1. Liga verbleiben können. Du musst das Gehaltsgefüge aufstocken, um auch langfristig in der Bundesliga – und das ist ja auch der Wunsch des Vereins – zu bestehen", so Funkel am heutigen Samstag in der Bild-Zeitung.

Und weiter erklärt er: "Die Jungs haben eine fantastische Saison gespielt. Wenn man Spieler halten will, dann muss das Gehaltsgefüge ein Stück weit nach oben geschraubt werden. Ich glaube, das ist völlig normal." Damit spricht er mögliche Abgänge bei der Fortuna an. Denn einige Spieler des Vereins haben Begehrlichkeiten bei anderen Vereinen geweckt. Möchte man die Umworbenen aber von einem Verbleib am Rhein überzeugen, muss mehr Geld fließen.


Ein Kandidat wäre beispielsweise Benito Raman. Wie die Bild weiter ausführt, soll sein aktuelles Gehalt 700.000 Euro pro Jahr betragen, er aber fordert für eine Verlängerung eine Million Euro pro Saison. Sollte die Foruna auf die Forderung nicht eingehen, ist ein Wechsel sehr wahrscheinlich, ​Borussia Mönchengladbach gilt als interessiert.

Einen ähnlichen Fall soll es bei Mittelstürmer Dawid Kownacki geben. Der Angreifer ist nur ausgeliehen, die Fortuna aber besitzt wohl eine Kaufoption. Diese ist mit acht Millionen Euro jedoch recht üppig. "Auch bei Verpflichtungen muss man mal in der Lage sein Ablösesummen zu zahlen, die insgesamt noch vertretbar sind. Die Bereitschaft muss ganz klar zu erkennen sein, im finanziellen Bereich Aufstockungen zu tätigen, um der Mannschaft weiterhin Format für die erste Bundesliga zu verleihen. Das ist unabdingbar", fordert Funkel daher weiter. Die Verantwortlichen sollten ihrem Trainer vertrauen. Er scheint zu wissen, was zu tun ist. Das hat er mit dem bereits erreichten Klassenerhalt nachhaltig unter Beweis gestellt.