Der ​SC Freiburg ist nun schon seit drei Jahren wieder ein fester Bestandteil der höchsten deutschen Spielklasse. Auch in dieser Saison hatte man mit dem Abstieg nie etwas zu tun, doch ebenso lief nicht alles rund für den Sportclub. Wir ziehen ein Saisonfazit für die Freiburger, die sich in dieser Saison viel Lob verdient haben.


Trainer Christian Streich kann im Gesamten mit seiner Mannschaft zufrieden sein. Zumindest hat man die Erwartungen erfüllen können, denn aus dem Mittelfeld der ​Bundesliga waren die Freiburger seit dem Beginn der Saison nicht zu verdrängen. Allerdings passte nicht alles immer so, wie man es sich gewünscht hätte. Vor allem die Rückrunde ist als kleine Mahnung für die nächste Saison zu verstehen.


Sportlich abgesichert und ohne großen Druck


Zwar ließ der erste Saisonsieg immerhin vier Spieltage auf sich warten, doch der Druck auf den SC Freiburg war seitdem nicht wirklich groß.​ Man etablierte sich schnell als spielfreudige Mannschaft, die als Außenseiter immer mal wieder die Favoriten ärgern konnte und vor allem zuhause die wichtigen Punkte gegen die etwas schwächeren Teams einfuhr. Damit brachte man sich in eine komfortable Lage und stand nach der Hinrunde auf dem elften Tabellenplatz.

Christian Streich

Christian Streich probierte in dieser Saison viel aus



Doch in der zweiten Saisonhälfte lief nicht mehr alles rund, vor allem die Konstanz ging den Breisgauern immer mehr ab, was angesichts der guten Ausgangsposition aber kaum noch von Bedeutung war. Doch Vorsicht sollte vor allem nach den letzten Spielen definitiv geboten sein, vor der Partie gegen den ​1. FC Nürnberg konnte man nämlich keines der letzten acht Duelle gewinnen.


Oft probierte Christian Streich seine Mannschaft neu aufzustellen, doch auch verschiedene System-Umstellungen brachten nicht den gewünschten Erfolg. Da man aber in den meisten Partie zumindest ordentlich mitspielte, ist zumindest nicht von einem katastrophalen Leistungsabfall zu sprechen. Dennoch hätte es auch im DFB-Pokal besser laufen können, denn schon in der zweiten Runde folgte das Aus gegen ​Holste​in ​Kiel.


Kluge Transfers für die Zukunft


Die Basis für die dennoch gute Saison schaffte man zu Beginn der Saison auch auf dem Transfermarkt. Durch den Rekord-Abgang Caglar Söyüncü, der den Freiburgern mehr als 20 Millionen Euro einbrachte, konnte man viel Geld für neue Spieler investieren. Dies gelang ​erfolgreich, denn einige junge Spieler konnten verpflichtet werden, die auch sofort zu Stammspielern avancierten.


Allen voran ist da Luca Waldschmidt zu nennen. Der ehemalige HSV-Akteur fand beim Sportclub ein neues Zuhause und zeigte sein großes Potential immer wieder. Zwar spielte er selten über die komplette Distanz, mit neun Toren und vier Vorlagen avancierte er dennoch zum Top-Scorer und bereicherte die Offensive maßgeblich. Doch auch defensiv sicherte man sich mit dem 24-jährigen Dominique Heintz für die Zukunft ab.

Luca Waldschmidt

Luca Waldschmidt entwickelte sich etwas überraschend zum Leistungsträger



Ein weiteres Top-Talent konnte ebenfalls zum SCF gelotst werden, mit Roland Sallai kam ein hochtalentierte Flügelspieler aus Nikosia. Seine Qualitäten stellte er gleich unter Beweis, in dem er gleich zwei Tore beisteuerte, allerdings warf ihn eine Adduktoren-Verletzung lange aus der Bahn. Doch auch der junge Ungar ist ein Lichtblick für die nächsten Jahre in der Bundesliga.


Konstanz und defensive Stabilität als Ziel für die nächste Saison


Klar ist aber auch, dass die Konkurrenz in der Liga natürlich nicht schläft und man deshalb schon jetzt an den Zielen für die nächste Saison arbeiten sollte. Für die kommende Spielzeit sollte natürlich der erneute Klassenerhalt die oberste Priorität sein, doch könnte man auch zumindest mal wieder auf die oberen Tabellenränge blicken. Dafür muss man aber an Problemen arbeiten, die vor allem die Leistung betreffen.


Oft schafften es die Freiburger nämlich nicht, sich mehrere Spiele in Folge zu profilieren oder eine dauerhafte Startelf zu etablieren. Die längste Serie ohne Niederlage betrug nur vier Spiele, vor allem dort muss man definitiv ansetzen. Ebenso gibt es in der Defensive Nachhol-Bedarf. Zwar hat man mit Torhüter Alexander Schwolow und Verteidigern wie Manuel Gulde oder auch Heintz sehr gute Spieler, doch zwischen ihnen stimmte die Abstimmung oftmals nicht. 

Keven Schlotterbeck,Max Kruse

Die Schlotterbeck-Brüder verkörpern das große Potential der Freiburger



Mit den Schlotterbeck-Brüdern Kevin und Nico hat man aber auch hier noch viel Potential im Kader, die nachhaltig in die Bundesliga integriert werden können. Nach der Saison gibt es also viel Positives zu verzeichnen, doch man weiß auch welche Aufgaben man für die nächste Saison hat. Mit dem Kader und dem Potential ist allerdings auch im kommenden Jahr viel möglich, mit dem SC Freiburg muss man also wieder rechnen.