​Bayer Leverkusen hat am letzten Bundesligaspieltag der Saison 2018/19 noch die theoretische Chance, in die Königsklasse einzuziehen. Dafür braucht es nur einen Sieg in Berlin bei Hertha BSC, während Borussia Mönchengladbach daheim gegen Dortmund verlieren muss. Zuvor hat man bereits die Vertragssituation mit Ex-Coach Heiko Herrlich geklärt.


Im Winter hatte kaum noch jemand daran geglaubt, plötzlich aber ergibt sich für Bayer Leverkusen am 34. Spieltag dieser Saison noch ​die große Chance auf einen Platz in der Champions League. Bei einem Sieg gegen Hertha BSC und einem gleichzeitigen Punktverlust der Gladbacher gegen Dortmund würde Leverkusen noch auf den vierten Platz springen und damit in der kommenden Saison doch noch in der Königsklasse antreten.


„Wir haben nochmal eine große Chance - die wollen wir nutzen“, wird Stürmer Kevin Volland im Fachmagazin kicker zitiert. In eben jenem Magazin wird auch erläutert, dass man für einen eventuellen Einzug in die Champions League bereits Vorkehrungen getroffen hat. Denn 2017 hatte man mit Ex-Coach Heiko Herrlich vertraglich vereinbart, dass ein Einzug in die Königsklasse das Arbeitspapier des Trainers automatisch um ein Jahr verlängert.


Nun ist aber Peter Bosz seit diesem Winter am Ruder bei der Werkself. Daher wollte man nicht unnötig den Kontrakt von Herrlich noch mal um ein weiteres Jahr verlängern, da dieser zwar noch auf der Gehaltsliste von Bayer steht, aber bereits seit Ende der Hinrunde freigestellt und vom Niederländer ersetzt wurde. Daher kaufte man Herrlich die Klausel kurzerhand für einen „kleinen sechsstelligen Betrag ab“, wie es heißt.


Auch Herrlichs Berater Michael Meier erklärte dazu im kicker: „Wir haben eine saubere Lösung gefunden.“ Insgesamt sollen durch die Maßnahme somit eine Million Euro eingespart worden sein. Ab Sommer ist Herrlich damit auch endgültig ohne Vertrag und könnte sich ohne große Verhandlungsgespräche mit seinem ehemaligen Arbeitgeber einem neuen Verein anschließen.