Seit Monaten kämpfen ​Bayern München und der FC Chelsea um Callum Hudson-Odoi. Während die Münchner den Transfer des 18-jährigen Flügelspielers am liebsten schon im Januar abgewickelt hätten, entschieden die Londoner im Zuge der Transfersperre, das Eigengewächs auf keinen Fall abzugeben. Wie Goal berichtet, sei mittlerweile auch eine Vertragsverlängerung an der Stamford Bridge denkbar. 


Obwohl Callum Hudson-Odoi ​bereits in der Vorbereitung auf die sich dem Ende zuneigenden Saison viel Lob von Maurizio Sarri erhielt, musste der Shootingstar lange auf seinen ersten Einsatz in der Premier League warten. Erst im Dezember vergangenen Jahres debütierte der 18-Jährige beim 2:1-Erfolg über den FC Watford, zuvor durfte er sein Können bereits in der Europa League unter Beweis stellen.


In den Augen vieler Experten ist Hudson-Odoi eines der größten englischen Talente, seine Vertragslaufzeit bis 2020 lässt einige Klubs aufhorchen. Im Januar reichte er eine Transferanfrage ein, wollte seinen Jugendverein wegen mangelnder Spielpraxis gen München verlassen. Mittlerweile aber hat sich das Blatt aus zwei Gründen aus Blues-Sicht zum Guten gewendet.

Eden Hazard

  Ausgerechnet Superstar Eden Hazard wird seinen Platz für Callum Hudson-Odoi räumen.


Zum einen wird Eden Hazard in diesem Sommer aller Voraussicht nach zu Real Madrid wechseln. Der Belgier hätte diesen Schritt am liebsten bereits im vergangenen Sommer vollzogen, doch erst jetzt scheinen sich beide Klubs langsam aber sicher bezüglich einer Ablösesumme zu einigen. 


Noch viel wichtiger ist aber die Transfersperre, die den Blues auferlegt wurde: Erst ab der Sommer-Transferperiode 2020 darf Chelsea wieder auf Einkaufstour gehen (Stand jetzt), was innerhalb des Vereins bereits vor Monaten befürchtet wurde. Daher wurde schon im Januar Christian Pulisic von Borussia Dortmund verpflichtet, der gemeinsam mit William, Hudson-Odoi und Pedro das Quartett auf den Flügeln bilden wird, sollte kein weiterer Akteur verkauft werden.


Verbleib bei Chelsea immer realistischer


Die Verantwortlichen machen seit Monaten einen Verbleib für Hudson-Odoi schmackhaft. In der Rückrunde kam er immer öfter zum Zug, bei einem endgültigen Abgang von Hazard sollen sich die Einsatzzeiten noch einmal erhöhen: Wie berichtet wird, soll er der direkte Nachfolger des Belgiers werden und daher auch dessen Trikotnummer (10) erben. 


Diese soll er auch bei einem Wechsel zum FC Bayern erhalten, womit er in die Fußstapfen von Arjen Robben treten würde. Auch an der Isar habe man ihm eine gewichtige Rolle in der ersten Mannschaft zugesprochen, doch mittlerweile scheint ein Verbleib Hudson-Odois in London durchaus realistisch. Demnach habe es zwar noch keine Gespräche bezüglich einer Vertragsverlängerung gegeben, diese sollen aber spätestens nach dem Europa-League-Finale gegen Arsenal London am 29. Mai erfolgen. Wie es weiter heißt, bleiben die Münchner in Lauerstellung, sollten sich beide Parteien nicht auf ein neues Arbeitspapier einigen können.  

Zuletzt wurden die Wechselgerüchte um den Youngster ruhiger, nachdem er sich im Heimspiel gegen den FC Burnley Ende April einen Achillessehnenriss zuzog. Mittlerweile wurde Hudson-Odoi in Spanien operiert und könnte möglicherweise schon zum Start der kommenden Saison zurückkehren, sollte der Heilungsprozess problemlos verlaufen. Diesen, so scheint es, wird er an der Stamford Bridge erleben.