​Mit dem neuen Cheftrainer Achim Beierlorzer will der ​1. FC Köln eine schlagkräftige Mannschaft für die Bundesliga zusammenstellen. Auch in taktischer Hinsicht sollte Beierlorzer für Veränderungen sorgen. Es wird spannend, welche Schritte die Geißböcke auf dem Transfermarkt unternehmen und welche Spieler gehen könnten. 


Am Sonntag gab der 1. FC Köln den Nachfolger des Interimstrainers Andre Pawlak bekannt. Der gebürtige Franke und ausgebildete Pädagoge (früher Gymnasiallehrer für Mathematik und Sport) ​Achim Beierlorzer soll Köln nach dem Aufstieg in der Bundesliga etablieren. Beierlorzer hat eine RB Leipzig-Vergangenheit - verständlich, dass der Fußball, der bei den Sachsen gespielt wird, Spuren auf seinem Taktikbrett hinterlassen hat. Bei den Roten Bullen war er Trainer der U17, U19, Co-Trainer sowie Interimstrainer (15 Spiele) der ersten Mannschaft. 


Im Sommer 2017 machte der 51-Jährige den Schritt zu Jahn Regensburg. Dort holte er mit seinem Team trotz bescheidener Mittel in Liga zwei jeweils 48 Punkte - in der vergangenen Saison reichte das für Rang fünf, in diesem Jahr ist bei einem ausstehenden Spiel noch eine Platzierung zwischen sechs und neun möglich. Grundsätzlich steht bei Beierlorzer aggressives Gegenpressing auf der Agenda.


Im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung vor eineinhalb Jahren erklärte er die Hintergründe für seinen bevorzugten Spielstil: "Als ich dann in Fürth die ersten zwei Junioren-Bundesliga-Saisons abgeschlossen habe, kam ich zu der Überzeugung, dass gerade für jüngere Spieler das Abwarten nicht der richtige Weg ist. Die wollen agieren, der Spieler möchte so schnell wie möglich den Ball wieder zurückhaben, um mit Dynamik aufs Tor zu spielen." 


Seine Mannschaften sollen immer aktiv sein, den Gegner hoch anlaufen und diesen vor dem eigenen Tor fernhalten. Beierlorzer baut auf eine sehr laufintensive Taktik, die allerdings im Gegenzug Nervenflattern bei gegnerischen Abwehrreihen auslöst. Bei all den taktischen Feinheiten steht der Teamgedanke jedoch immer im Vordergrund. Die Verantwortlichen des  1. FC Köln haben offensichtlich ganz bewusst Beierlorzer als Trainer geholt, damit dieser einen intensiven, mutigen und forschen Fußball spielen lässt. 


Hat Geis eine Zukunft?


Allerdings muss der Kölner Kader mit dem Beierlorzer-System in Einklang gebracht werden: Wie die Sport Bild berichtet, könnte Johannes Geis der Neustrukturierung zum Opfer fallen. 

Der 25-jährige defensive Mittelfeldspieler kam in Winter ablösefrei vom FC Schalke 04, sein Vertrag läuft aber bereits im Juni aus. Für den überfallartigen Fußball des neuen Übungsleiters könnte Geis die Geschwindigkeit fehlen. Dem Bericht zufolge soll nach einem neuen Sechser gefahndet werden. Schnelle Außenspieler, die sich auch für Defensivarbeit nicht zu schade sind und ein ​neuer Innenverteidiger stehen ebenfalls auf dem Zettel. Fest steht bereits die Verpflichtung von Kingsley Schindler von Holstein Kiel, der ablösefrei in die Domstadt wechselt.