​Eintracht Frankfurt kämpft am letzten Spieltag um die Qualifikation für das internationale Geschäft. Im Hintergrund laufen derweil die Kaderplanungen für die kommende Saison auf Hochtouren. Medienberichten zufolge haben die Hessen dafür einen neuen Rekordetat zur Verfügung. Mit Martin Hinteregger, Sebastian Rode und Kevin Trapp stehen drei ausgeliehene Spieler besonders im Fokus.


In der vergangenen Woche ist für die Frankfurter der Traum vom Einzug ins Europa-League-Finale geplatzt. Gegen den ​FC Chelsea zog die Mannschaft von Cheftrainer Adi Hütter im Elfmeterschießen den Kürzeren. 


Die lange Reise durch Europa mit grandiosen Auftritten hat sich bei der SGE aber auch finanziell bemerkbar gemacht. Wie die Sport Bild berichtet, erhöht sich der Etat zur neuen Saison auf knapp über 60 Millionen Euro. Zum Vergleich: Für die Saison 2016/17 standen den Verantwortlichen 39 Millionen Euro zur Verfügung. 

Fredi Bobic

Hält bei der Eintracht die Fäden in der Hand: Sportvorstand Fredi Bobic



Die größeren finanziellen Möglichkeiten will Sportvorstand Fredi Bobic dazu nutzen, um die SGE dauerhaft in der oberen Tabellenhälfte zu etablieren. "Das Ziel ist, ein stabiler Bundesligist zu bleiben, der immer in den einstelligen Tabellenplätzen abschließt", erklärte der Ex-Profi gegenüber dem Spiegel. "Wir wollen oben angreifen und am liebsten in Europa spielen. Aber die Bundesliga muss uns demütig machen. Sie ist ein brutaler Verdrängungskampf", betonte der 47-Jährige, der sich in den nächsten Wochen zusammen mit Sportdirektor Bruno Hübner intensiv mit den folgenden drei Personalien beschäftigen wird. 


Kevin Trapp

Die Hessen haben bereits mehrmals betont, dass sie den Rückkehrer gerne fest verpflichten würden. Derzeit deutet jedoch vieles auf eine Rückkehr zu Paris Saint-Germain hin, wo der Schlussmann einen Vertrag bis 2020 besitzt. Dem Vernehmen nach ist Trapp ​beim Hauptstadtklub fest eingeplant, da der Vertrag von Torwartlegende Gianluigi Buffon nicht verlängert wird. Laut Informationen der Bild-Zeitung hat der 28-Jährige seine Wohnung in Frankfurt bereits gekündigt.


Martin Hinteregger

Bessere Chancen hat die SGE offenbar bei Hinteregger. Der Österreicher ist seit Januar vom ​FC Augsburg (Vertrag dort bis 2021) ausgeliehen und hat die Herzen der Fans mit starken Leistungen im Sturm erobert. Der Innenverteidiger machte zuletzt keinen Hehl daraus, dass er sich bei der Eintracht sehr wohlfühlt und ​über den Sommer hinaus bleiben will


"Eintracht und Hinteregger, das passt ganz gut", sagte der 26-Jährige nach der jüngsten 0:2-Heimpleite gegen den ​1. FSV Mainz 05 bei Sky. Da der FCA Innenverteidiger Reece Oxford (Leihspieler von West Ham United) ​fest verpflichten will, steigen die Chancen auf einen Hinteregger-Verbleib in Frankfurt. Knackpunkt dürfte die Ablöse werden. 


Sebastian Rode

Der Mittelfeldspieler hat sich im Halbfinal-Rückspiel gegen Chelsea erneut schwer verletzt. Zum dritten Mal wurde bei der BVB-Leihgabe ein Knorpelschaden im Knie diagnostiziert. Eine ​spezielle Operation soll die Ausfallzeit auf zweieinhalb Monate verkürzen. Erholt sich der Rückkehrer nicht mehr vollständig, droht das Karriereende. 


Laut Bild-Informationen denkt Frankfurt trotz der schweren Verletzung über eine feste Verpflichtung nach. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass ​Borussia Dortmund, wo Rode vertraglich noch bis 2020 gebunden ist, für den 28-Jährigen nur eine geringe Ablöse aufruft und die Operation gut verläuft. Bei einem Verbleib in Frankfurt spekuliert das Boulevardblatt über einen Vertrag mit drei Jahren Laufzeit.

Sebastian Rode

Fällt mit einem Knorpelschaden erneut lange aus: Sebastian Rode