Der abstiegsbedrohte ​VfB Stuttgart hat den zweiten Transfer für die kommende Spielzeit unter Dach und Fach gebracht. Atakan Karazor kommt vom Zweitligisten ​Holstein Kiel zu den Schwaben.


Wie die Kieler Störche am Mittwochmittag bekannt gaben, machen der VfB und der 22-jährige Mittelfeldspieler Gebrauch von der festgeschriebenen Ausstiegsklausel in seinem bis 2020 laufenden Vertrag. Karazor kam 2017 von der BVB-Reserve nach Kiel und hat sich in der laufenden Spielzeit zum Stammspieler im defensiven Mittelfeld entwickelt. 27 Einsätze und zwei Tore stehen für den Youngster 18/19 zu Buche.


"Atakan Karazor hat geduldig auf seine Chance gewartet und diese dann konsequent genutzt. Er ist technisch und taktisch gereift, hat nach dem Ausfall von David Kinsombi auf der zentralen Position Verantwortung übernommen und damit auf sich aufmerksam gemacht. Wir hätten ihn gerne hier in Kiel gehalten, allerdings greift bei ihm eine Klausel, die uns wenig Raum für weitere Bemühungen ließ. Daher wünschen wir ihm auf seinem weiteren sportlichen Weg alles Gute und viel Erfolg", wird KSV-Geschäftsführer Sport Fabian Wohlgemuth zitiert.


"Das letzte Jahr lief für mich hier in Kiel richtig gut. Ich habe im Team das Vertrauen gespürt und konnte mich dadurch in allen Belangen – sowohl fußballerisch, als auch menschlich – weiterentwickeln. Die zwei Jahre hier in Kiel waren für mich absolut herausragend und prägend. Nun wartet auf mich eine neue große Herausforderung beim VfB, auf die ich mich sehr freue. Ich danke allen für die tolle Zeit hier", erklärte Karazor zu seinem Abschied.

VfB-Sportvorstand Thomas Hitzlsperger freut sich über die Neuverpflichtung: ""Atakan spielt bei Holstein Kiel eine sehr gute Saison. Wir haben ihn über einen längeren Zeitraum beobachtet und sind von seinen Qualitäten und von seiner Perspektive überzeugt."


Über die Höhe der festgeschriebenen Ausstiegsklausel ist derzeit noch nichts bekannt. Für den neuen VfB-Sportdirektor Sven Mislintat ist der 22-Jährige nach Mateo Klimowicz der zweite Transfer für die kommende Spielzeit. Die Stuttgarter müssen zunächst aber noch in der Relegation gegen Paderborn oder Union Berlin um den Verbleib in der Bundesliga kämpfen.