​Planen, ohne zu wissen für welche Liga - in dieser Situation befinden sich momentan all die Sportdirektoren und sonstwie für die Geschicke ihres Vereins Verantwortlichen, die Stand heute noch nicht wissen, in welcher Liga ihr Klub in der kommenden Spielzeit aufläuft. Dies ist auch beim ​VfB Stuttgart der Fall. 


Seit letztem Wochenende besteht im Ländle zumindest schon mal die Gewissheit, dass man die Relegation bestreitet. Doch der Gegner (Union Berlin oder der SC Paderborn) muss am kommenden Sonntag (15.30 Uhr) erst noch ermittelt werden. Und wie dieser Ausscheidungskampf zwischen dem Drittletzten des Oberhauses und dem Dritten von Liga Zwei ausgeht, kann freilich auch noch kein Mensch vorhersagen. 


Dennoch müssen die Planungen für die kommende Saison natürlich vorangetrieben werden. Eine zentrale Rolle kommt dabei dem erst vor gut einem Monat verpflichteten Sportdirektor ​Sven Mislintat (37) zu. Mislintat hat sich während seiner Jahre bei Borussia Dortmund einen exzellenten Ruf in der Branche erarbeitet. Zuletzt war er als Chef-Scout für Arsenal London tätig. 


Die Sport Bild enthüllt jetzt ein paar Details seiner Planspiele für den VfB. Demnach soll Orel Mangala (21), dessen Leihe beim Hamburger SV in diesem Sommer endet, eine zentrale Rolle im Mittelfeld erhalten. Bei den Hamburgern war Mangala, zumindest noch in der Hinrunde, einer der auffälligsten Akteure und kam in der vom kicker aufgestellten Rangliste des deutschen Fußballs als bester defensiver Mittelfeldspieler in Liga Zwei auf den ersten Rang. 


Unter der Woche wurde bereits die Verpflichtung des 18-jährigen Argentiniers Mateo Klimowicz (Sohn des früheren Bundesliga-Profis Diego Klimowicz) bekannt gegeben. Der Offensivspieler kommt für die überschaubare Ablösesumme von 1,5 Millionen Euro von Instituto AC Córdoba (2. Liga Argentiniens). ​Zudem wurde Atakan Karazor von Holstein Kiel verpflichtet.


Des Weiteren sollen die Schwaben an einer Verpflichtung von BVB-Stürmer Maximilian Philipp (25) interessiert sein, der beim Noch-Titelanwärter über eine Reservistenrolle nicht hinauskommt. 


Auch im Tor scheinen sich die Stuttgarter nicht stark genug aufgestellt zu sehen. Dabei fällt immer wieder der Name von Alexander Schwolow (26) vom SC Freiburg. Doch der soll, so heißt es aus seinem Umfeld, die Ambition haben, international zu spielen. Das wird er beim VfB Stuttgart vorerst nicht können. 


Eine Alternative zu ihm könnte Markus Schubert (20) von Dynamo Dresden sein, der seinen Abschied von den Sachsen unlängst, und sehr zum Verdruss von Dynamo-Sportchef Ralf Minge, bekannt gegeben hat. 


Ungeachtet aller Unwägbarkeiten in Bezug auf die kommende Saison, scheinen die VfB-Anhänger optimistisch in die Relegation zu gehen. Der Verein verkündete jedenfalls via Twitter, dass das Relegations-Heimspiel in der heimischen Mercedes-Benz Arena bereits ausverkauft ist.