Hamza Mendyl war in der Rückrunde der ​Schalker einer von vielen. Einer von vielen, die selten Bundesliga-reife Leistung abriefen, einer von vielen, die durch Probleme auffielen. Der Heidel-Transfer ist bereits nach wenigen Monaten als Flop verschrien. Doch nun stellt er selber klar: "In der nächsten Saison möchte ich zeigen, was ich drauf habe."


Als Mendyl in der Winterpause aus Frankreich von LOSC Lille für schlappe 6 Millionen Euro ins Ruhrgebiet wechselte, sollte er die Verstärkung auf der linken Außenbahn sein. Ein passender Ersatz für Bastian Oczipka, schnell und wendig. Doch schnell die Ernüchterung: Keine brauchbaren Flanken, in der Defensive zu ungestüm und zu forsch - schlichtweg: Keine Verstärkung. 


Am auffälligsten war er in der Rückrunde, als sein Name plötzlich im Sturm auftauchte. Domenico Tedesco wollte zu der Zeit mehr Geschwindigkeit in den (damals stark von Verletzungen gebeutelten) Sturm setzen. Intern soll Mendyl schnell Teil der ominösen "French Connection" gewesen sein. Eine Gruppe französisch-sprachiger Spieler um Bentaleb, Harit und Mendyl, die durch kontraproduktives Verhalten den Betrieb und das Mannschafts-Klima störten. 

Hamza Mendyl

Mendyl konnte bislang nicht überzeugen, gilt schon als Transfer-Flop


Nachdem ​Nabil Bentaleb bereits Mitte März das erste Mal suspendiert und in die U23 verbannt wurde, folgte Mendyl dann Anfang April. ​Eine Zahnarztpraxis habe in Absprache mit Schalke extra länger für Mendyl offen gehabt, doch dieser sei erst gar nicht erschienen. Auch beim Training soll es Verspätungen gegeben haben. Ein Fehltritt, gefolgt von der Versetzung in die U23. Er selbst äußerte sich dazu im Sportbuzzer: „Huub Stevens mag es überhaupt nicht, wenn man zu spät kommt. Deswegen haben wir ein paar Schwierigkeiten."


Stevens hatte mehrmals betont, dass die Tür offen sei, eine Rückkehr nicht ausgeschlossen. 

„In Frankreich herrscht eine andere Mentalität. Da ist es nicht so tragisch, wenn man zu spät kommt. Aber ich bin erst 21, ich lerne dazu“, so Mendyl weiter. Seine Hoffnung auf einen Verbleib hat er aber trotz der Umstände noch nicht aufgegeben: „Ich würde gerne auf Schalke bleiben. In der nächsten Saison möchte ich zeigen, was ich drauf habe.“


Äußerst fraglich, ob er dazu überhaupt noch die Möglichkeit unter David Wagner nächste Saison bekommen wird. Mendyl gilt als einer der Spieler, die ​Schalke in diesem Sommer abgeben wollen würde.