Spätestens nach der ​jüngsten Ausbootung in den Ligaspielen gegen den FC Villarreal und Real Sociedad San Sebastian dürfte Zinedine Zidane endgültig verdeutlicht haben, dass er künftig ohne Gareth Bale plant. Der Waliser darf Real Madrid nach sechs Jahren verlassen, die Suche nach einem Abnehmer gestaltet sich jedoch als schwierig. Vor seinem voraussichtlichen Abschied will sich Bale laut AS noch einmal bei den Fans verabschieden.


Am Ende dürfte der Abgang von Gareth Bale einen bitteren Nachgeschmack mit sich bringen.  Der Flügelspieler, der einst für stolze 101 Millionen Euro von Tottenham Hotspur nach Madrid wechselte, erzielte einige herausragende Tore im Dress der Blancos und war Teil der wohl erfolgreichsten Ära der jüngeren Vereinsgeschichte - doch vor allem hatte Bale immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen.


Aufgrund von vielen muskulären Problemen musste der Linksfuß immer wieder draußen bleiben, absolvierte dadurch verhältnismäßig 'nur' 231 Pflichtspiele für Real, in denen er 102 Tore erzielte und 64 weitere Treffer vorbereitete. Immer wieder war von einem vorzeitigen Abschied die Rede, nun scheint dieser endgültig besiegelt.


Wie bereits berichtet wurde, haben die Verantwortlichen Bales Berater Jonathan Barnett klar gemacht, dass der 29-Jährige bei einem passenden Angebot wechseln darf. Ob sich ein Abnehmer findet, gilt aufgrund der enormen Gehaltsforderungen allerdings als fraglich, obwohl neben Manchester United jüngst auch Paris St. Germain als möglicher Abnehmer gehandelt wurde. Einem Bericht von Le Parisien zufolge wolle der Klub von Thomas Tuchel das Trio um Toni Kroos, Isco und Bale für stolze 210 Millionen Euro verpflichten. 

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  Vor seinem Wechsel will sich Gareth Bale noch einmal von den Fans verabschieden.



Wenn Real am kommenden Sonntag Betis Sevilla zur Mittagszeit empfängt, dürfte es also das letzte Mal sein, dass Bale das Estadio Santiago Bernabeu in Diensten von Real Madrid betritt. Daher sei es laut AS sein Wunsch, trotz der Ausbootung aus dem Kader noch einmal vor heimischer Kulisse auflaufen und sich bei den Madridista verabschieden zu dürfen. Auch für die Fans biete sich die dadurch Gelegenheit, den Waliser mit Applaus statt mit einem Pfeifkonzert, das es immer wieder gegeben hat, zu verabschieden. 


Der 38. Spieltag hat für beide Mannschaften wenig Bedeutung. Real ist der dritte Tabellenplatz nicht mehr zu nehmen, Betis hingegen hat nach schwankenden Leistungen in diesem Jahr keine Chance mehr auf eine Teilnahme am Europapokal. Die Andalusier belegen aktuell Platz elf und haben sechs Zähler Rückstand auf Athletic Bilbao, das derzeit den siebten Rang belegt.