​Borussia Mönchengladbach trifft ​am letzten Spieltag der Bundesligasaison 2018/19 auf ​Borussia Dortmund. Für Thorgan Hazard dürfte es ein besonderes Spiel werden, könnte er seinem neuen Arbeitgeber doch den Titel im entscheidenden Duell noch entreißen. Es wird eine Charakterfrage für den Belgier.


Dass sich Thorgan Hazard mit Borussia Dortmund über einen Wechsel einig ist und der damit zu seinem alten Ziehvater Lucien Favre zurückkehrt, ist kein Geheimnis mehr. Mehrfach bekräftigte der belgische Angreifer seinen Wechselwillen zum BVB, sehr zum Unmut der Gladbacher Anhänger. So ist aber nun mal das Geschäft, muss man als VfL-Fan einsehen, insofern ist ein Wechsel eines bedeutenden Spielers nichts mehr neues für den VfL.


Vielmehr wird das Spiel zur Charakterfrage für Hazard. Denn er könnte seinem kommenden Verein am letzten Spieltag einen möglichen Titel entreißen, indem er selbst für die Borussia vom Niederrhein noch mal erfolgreich sein wird. Auch für Chefcoach Dieter Hecking ist ein Einsatz seines Stürmers daher kein Problem, wie er in der Bild versichert: „Thorgan wird sicher spielen. Und warum soll er nicht das entscheidende Tor schießen? Der Spielplan ist nun mal so. Und der Junge will mit uns den maximalen Erfolg haben!“


Für Mannschaftskollege Christoph Kramer ist die Meisterschaft sowieso gelaufen. „Thorgan kann ruhig auch vier Tore machen. Für Dortmund geht es doch nicht wirklich um etwas – weil Bayern 100-prozentig zuhause gegen Frankfurt gewinnen wird.“ Das wiederum ist zwar Wunschdenken des Weltmeisters, es zeigt aber, dass man offensichtlich auch bereits innerhalb der Mannschaft diesen Aspekt diskutiert hat.


So wenig loyal es von Hazard bislang war, den Wechsel nach Dortmund mit aller Macht durchzudrücken und so sehr er damit die Position des VfL im Verhandlungspoker damit geschwächt hat, so viel kann er am kommenden Samstag gut machen, wenn er sich voll reinhängt und zeigt, dass er gewillt ist, die Fohlen noch in die Königsklasse zu schießen. Dann dürften auch viele Fans in schwarz-weiß-grün besänftigt sein und den Wechsel abhaken mit einem guten letzten Gedanken an den 26-Jährigen.