Rund drei Monate nach seiner Freistellung beim ​VfB Stuttgart hat der Verein angekündigt, den noch laufenden Vertrag mit Michael Reschke zum 31. Mai aufzulösen. Damit kann der VfB den dort erfolglosen Reschke in Funktion des Vorstands Sport von der Gehaltsliste streichen. Das könnte auch auf ​Schalke Bewegung in mögliche Entscheidungen bringen.


Michael Reschke war seit Beginn der Saison 2017/2018 als Vorstand Sport beim VfB Stuttgart tätig. Nach dem erfolgreichen Abschluss dieser Saison auf dem siebten Tabellenplatz unter dem von den Fans zunächst mit viel Argwohn betrachteten Tayfun Korkut, folgte in der noch aktuellen Saison der Absturz. Die Entlassung Korkuts nach nur sieben Spieltagen, die Einstellung von Markus Weinzierl und eine fragwürdige Außendarstellung wurden Reschke am 12. Februar mit der Freistellung zum Verhängnis. Jetzt erfolgt zum 31. Mai das Auflösen des Vertrags.


Zuvor hatte Reschke drei Jahre lang erfolgreich als Kaderplaner bei ​Bayern München gearbeitet, davor war er u.a. Leiter des Scoutings und Manager in ​Leverkusen. Zwei Stellen, bei denen Reschke immer im Hintegrund arbeitete und nicht, wie in Stuttgart, die Außendarstellung betrieb.



Reschke als Kaderplaner bei Schalke im Gespräch


​Reschke ist schon seit etwas längerer Zeit bei Schalke als möglicher Kaderplaner im Gespräch. ​Medienberichten zufolge habe sich der Aufsichtsrat in einer Sitzung gegen Reschke ausgesprochen, als Jochen Schneider seine Personalien vorstellte. Clemens Tönnies widersprach diesen Berichten (ohne Bezug auf Namen). „Was heute in den Medien zur gestrigen Sitzung stand, ist das genaue Gegenteil von dem, was abgelaufen ist", ​soll der Aufsichtsratschef auf einer Bezirksversammlung gesagt haben.


Dass sich die Suche nach einem Sportdirektor und Kaderplaner für Schalke noch länger hinzieht, könnte daran liegen, dass Kandidaten noch bei anderen Vereinen unter Vertrag stehen bzw. standen. Sollte Reschke tatsächlich ein heiß gehandelter Kandidat für den Posten des Kaderplaners/Technischen Direktors sein, könnte durch die Auflösung des Vertrags nun Bewegung in die Sache kommen.