​Manchester City ist wegen vermeintlichen Verstößen gegen die Financial-Fair-Play-Regeln in das Visier der UEFA-Finanzkontrollbehörde geraten. Medienberichten zufolge werden die Ermittler ihre Ergebnisse im Laufe dieser Woche vorlegen. Demnach droht dem frischgebackenen ​englischen Meister der Ausschluss aus der ​Champions League


Die Enthüllungsplattform Football Leaks hat Ende des vergangenen Jahres Unstimmigkeiten bei Zahlungen des Klubbesitzers Mansour Bin Zayed Al Nahyan aufgedeckt. Der Scheich soll im Rahmen von Sponsorengeschäften versteckt Geld an den Klub überwiesen haben. Sponsoren zahlten angeblich nicht die vereinbarte Summe. Die Differenz wurde vom 48-jährigen Investor übernommen. Dies geht aus Unterlagen hervor, die dem Spiegel sowie dem Recherchenetzwerk EIC vorliegen.

Leroy Sane,Gabriel Jesus

Läuft seit Sommer 2016 für ManCity auf: Nationalspieler Leroy Sané (l.)


Diese Dokumente haben die Finanzkontrollbehörde der Europäischen Fußball-Union (UEFA) dazu veranlasst, Ermittlungen gegen die Skyblues einzuleiten. Wie die New York Times berichtet, droht ManCity nun der Ausschluss aus der Königsklasse. Demnach kamen die Ermittler der Finanzkontrollbehörde vor zwei Wochen in Nyon zusammen, um ihre Ergebnisse abzuschließen. Dem US-amerikanischen Blatt zufolge wird erwartet, dass das Gremium eine Sperre von mindestens einer Saison empfiehlt. 


Unklar ist allerdings, wann die Sperre in Kraft treten soll, da die Qualifikation für die neue Champions-League-Saison bereits im Juni beginnt. Im März hatte Manchester City die Vorwürfe als falsch zurückgewiesen und angekündigt, gegen ein solches Urteil Revision einzulegen. In der laufenden Saison zogen die Skyblues, die in den letzten Jahren mehr als eine Milliarde Euro in Neuzugänge investiert haben, im CL-Viertelfinale gegen Tottenham Hotspur den Kürzeren.