Sieben Jahre spielte Matthias Lehmann für den ​1. FC Köln, zeitweise führte er die Geißböcke sogar als Kapitän auf den Platz. Mit 35 Jahren aber soll nun Schluss sein, der Mittelfeldspieler beendet nach dem kommenden letzten Spieltag seine Karriere. In Köln wurde er nun beim letzten Heimspiel von den Anhängern verabschiedet.


Mit dem Meistertitel der zweiten Liga im Rücken ließ es der 1. FC Köln etwas ruhiger angehen. Wohl zu ruhig, denn Jahn Regensburg gewann mit 5:3 bei den Rheinländern, der Partystimmung aber tat dies kaum einen Abbruch. Die Freude über die Rückkehr ins Oberhaus ist ungebrochen. Einer, der aber in der kommenden Saison nicht mehr mit dabei ist, ist Matthias Lehmann. Der ehemalige Kapitän hängt nach sieben Jahren und 187 Pflichtspielen für den Effzeh die Schuhe an den Nagel.


„Es waren sieben geile Jahre und ich bin dankbar, dass ich so lange an dieser Geschichte teilhaben durfte“, erklärte der ehemalige Mannschaftskapitän nach dem Spiel. Gegen Regensburg durfte er sogar noch mal eine Halbzeit mitwirken, auch wenn ihm dafür eigentlich die Kraft fehlte, wie er zugab. „Es war ganz schön wild, aber es hat Spaß gemacht, auch wenn die Lunge fast rausgesprungen wäre.“


Danach aber ließ er sich von den Anhängern feiern. „Ich habe von drei Fan-Gruppen Schals bekommen, das ist ja auch nicht normal. Es war schön, als die Fans noch einmal meinen Namen riefen. Es war die schönste Zeit meiner Karriere. Und wenn ich sage, dass es mir eine Ehre war, hier zu spielen, dann ist das kein dummes Gelaber und kein Gefasel. Das meine ich so. Es war eine geile Zeit. Auch mit den Dellen. Ich bin stolz“, so Lehmann.


Von der Kölner Südkurve gab es stehende Ovationen für den Oldie, die Anhänger skandierten seinen Namen, wobei auch ein paar Tränen vergossen wurden. „Es war emotional schon hart. Jetzt bin ich erleichtert“, schloss der 35-Jährige das Kapitel aber für sich ab. Nun geht es mit dem Team noch an die eine oder andere Aufstiegsfeier, danach wird man den Effzeh in der ​Bundesliga wiedersehen. Dann ohne Matze Lehmann.

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