Kölns Vereinslegende Toni Schumacher wird für die Präsidenten-Wahl im September nicht vorgeschlagen. Auch der andere Vizepräsident Markus Ritterbach steht dann nicht mehr zur Wahl. 


Am Sonntag kamen der Aufsichts- und Beirat des ​1. FC Köln zusammen, um den künftigen Vereinspräsidenten und die beiden Vizepräsidenten vorzuschlagen. Am frühen Abend trafen sich die beiden Kontroll- und Beratungsgremien der Geißböcke, um sich mit der Findungskommission des Mitgliederrates zu treffen. Diese hatte in den vergangenen Monaten einen Vorstand gesucht, der im September den Mitgliedern zur Wahl vorgeschlagen werden soll.


Toni Schumacher und Markus Ritterbach gehören dem neuen Team nicht mehr an. Die noch amtierenden Vizepräsidenten Ritterbach und Schumacher wurden 2012 an der Seite von Werner Spinner an die Spitze Vereins gewählt. Vereinspräsident Spinner hatte sein Amt nach internen Querelen im März vorzeitig niedergelegt. Die beiden noch amtierenden Vizepräsidenten wurden gestern darüber informiert, dass sie vom Mitgliederrat nicht für eine weitere Amtszeit vorgeschlagen werden. Stattdessen wurden Dr. Werner Wolf, Dr. Jürgen Sieger und Eckhard Sauren als Vorstandsteam vorgeschlagen. 


​Der Mitgliederratsvorsitzende Carsten Wettich begründete die Entscheidung des Gremiums: "Wir teilen das Ziel des Teams, den FC in der ​Bundesliga in der Spitzengruppe der vereinsgeführten, unabhängigen Clubs zu etablieren. Noch wichtiger als dieses Ziel war für uns jedoch die Frage, wie kommen wir dort gemeinsam hin?" Daher gehe es nicht darum drei Einzelkandidaten zu finden. Gerade im Zusammenhang mit dem Rücktritt von Werner Spinner sei man sich bewusst geworden, "dass die Vorstandsmannschaft sich als Team verstehen und auch so zusammenarbeiten muss."