Anastasios Donis

VfB Stuttgart: 6 Mutmacher für die bevorstehenden Relegationsspiele

Der VfB Stuttgart hat mit einem 3:0-Heimsieg gegen den VfL Wolfsburg die Chancen auf den Klassenerhalt gewahrt und sich eine Teilnahme an den beiden Relegationsspielen  gegen den Drittplatzierten der Zweiten Liga gesichert. Der Auftritt gegen die Niedersachsen macht dabei Mut für die kommenden Aufgaben.

1. Zweithöchster Saisonsieg zum richtigen Zeitpunkt

Der Sieg gegen die Wölfe war insgesamt erst der siebte Dreier in dieser Saison. Dabei zeigte sich die schwächste Defensive der Bundesliga so sattelfest wie selten zuvor und trat nach der schwachen Leistung gegen Hertha BSC wieder als echte Einheit auf. Auch in der Offensive ging man längst nicht so verschwenderisch mit den Torchancen um, wie noch in den Vor-Wochen.

2. Heimstärke unter Nico Willig wiederentdeckt

In dieser Saison wurden die Anhänger des VfB alles andere als verwöhnt. Beide Heimspiele unter dem neuen Interimstrainer Nico Willig konnten nun aber gewonnen werden. Dabei konnten die VfB-Akteure auch ihre eigenen Fans zurückgewinnen. Der Relegationsgegner muss sich in der Mercedes-Benz Arena also auf einen heißen Tanz einstellen. Für so manchen Zweitligaspieler könnte die Atmosphäre dabei durchaus einschüchternd wirken.

3. Daniel Didavi zeigt sich spielfreudig

Gegen die Hertha hatte Daniel Didavi, wie so häufig in dieser Saison, noch kaum Bindung zum Spiel seines VfB aufbauen können. Im Heimspiel gegen den VfL musste der Spielmacher daher folgerichtig zunächst auf der Ersatzbank Platz nehmen. Nach seiner Einwechslung in der zweiten Halbzeit versprühte er aber ungewohnt viel Kreativität und wurde mit einem eigenen Treffer und einer Torvorlage zum Matchwinner. Mit dem neu erlangten Selbstvertrauen könnte er auch in der Relegation den Unterschied ausmachen.

4. Chadrac Akolo plötzlich wieder eine Option

Für lange Zeit spielte Chadrac Akolo beim VfB Stuttgart keine Rolle. Gegen die Niedersachsen stand der kongolesische Offensivspieler für viele Experten überraschend plötzlich in der Startelf und wusste prompt zu überzeugen. Der 24-Jährige war ein ständiger Aktivposten und wurde bei seiner Auswechslung mit jeder Menge Applaus bedacht. Die Offensive der Stuttgarter wird für den kommenden Relegationsgegner also immer unberechenbarer.

5. Mannschaft zeigt Mentalität und kämpft ums Überleben

Auch beim Spiel gegen die Wölfe war den VfB-Akteuren in den Anfangsminuten die große Verunsicherung anzumerken. Die Mannschaft riss sich in der Folge aber am Riemen und konnte sich mit fortschreitendem Spielverlauf kontinuierlich steigern. Auch in der Relegation wird ein kühler Kopf gefragt sein. Rückschläge gilt es dabei schnell zu verkraften.

6. Gegner mit Sicherheit keine Übermannschaft

Stand jetzt, würden die Stuttgarter in der Relegation auf den 1. FC Union Berlin treffen. Die Berliner mussten in dieser Spielzeit zwar erst fünf Niederlagen hinnehmen, recht häufig kamen die Eisernen dabei aber auch nicht über ein Unentschieden hinaus. 56 Punkte nach 33 Spieltagen sind mit Sicherheit keine Über-Bilanz. 


Auch der SC Paderborn, derzeit auf Rang zwei liegend, konnte in dieser Saison unweit mehr Selbstvertrauen als der VfB sammeln, wäre aber dennoch keineswegs eine unlösbare Aufgabe. Zum Vergleich: In der Aufstiegssaison 2016/17 wurde der VfB mit 69 Punkten Zweitligameister. 

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