​Am Sonntagnachmittag kam der ​FC Chelsea beim Auswärtsspiel gegen Leicester City nicht über ein müdes 0:0-Unentschieden hinaus. Die Partie dürfte dennoch in Erinnerung bleiben, schließlich könnte es sich dabei um das letzte Ligaspiel von Superstar ​Eden Hazard im Trikot der Blues gehandelt haben. Ein Abgang des Belgiers wird immer wahrscheinlicher.


Bereits seit Monaten wird der Linksaußen mit ​Real Madrid in Verbindung gebracht. Deren Cheftrainer ​Zinedine Zidane will um den 28-jährigen Edeltechniker ein neues Dream-Team aufbauen und hat die Klubführung wohl längst überzeugt, dafür eine Menge Geld in die Hand zu nehmen. Eine offizielle Bestätigung blieben jedoch sowohl beide Vereine, als auch der 100-fache belgische Nationalspieler bislang schuldig.

Am Wochenende lieferte der Angreifer aber bereit unmittelbar nach dem Abpfiff weitere Indizien, die auf eine bevorstehende Trennung hindeuten. So wanderte er alleine in Richtung der Gästefans und bedankte sich ausgiebig für die Unterstützung. Seine Kusshand kann man dabei wohl als Lebewohl deuten. Auch gegenüber der Presse wagte sich der Tempodribbler im Anschluss etwas aus der Deckung und verriet zumindest, dass er mittlerweile eine Entscheidung über seine Zukunft getroffen habe.  


"Ich warte lediglich darauf, dass sich die Situation klärt. Ich habe dem Klub meine Entscheidung bereits mitgeteilt", so Hazard (via spox). Bis sich die Anhänger der Königlichen aber endgültig über den prominenten Neuzugang freuen können, müssen sie noch das bevorstehende Europa-League-Finale zwischen dem FC Chelsea und dem FC Arsenal abwarten.


Der wechselwillige Profi hätte seine Zukunft zwar am liebsten schon früher geklärt, weiß aber auch, dass nun erst einmal die sportlichen Ziele seines aktuellen Arbeitgebers Vorrang haben: "Es geht nicht nur um mich. Wir haben noch ein Finale zu bestreiten und dann werden wir sehen."

Eden Hazard

In 351 Pflichtspielen für Chelsea war Hazard fast an 200 Toren direkt beteiligt



Obwohl sich seine fast sieben Jahre bei den Blues offenbar dem Ende entgegen neigen, will der Torjäger noch bis zum Ende Vollgas geben. Dabei versicherte er den Chelsea-Anhängern, dass er sich nicht von den Gerüchten um seine Person aus der Ruhe bringen lasse. "Ich war niemals abgelenkt. Wenn man auf dem Feld steht, versucht man nur, sich auf den Ball zu konzentrieren - mehr nicht. Ich setze immer alles daran, das Beste auf dem Platz rauszuholen", so der beidfüßige Offensivspieler.


Wirklich in die Karten schauen ließ sich der gewiefte Flügelspezialist somit also nicht. Etwas ungeschickter stellte sich da schon sein Cheftrainer ​Maurizio Sarri an. So unterstrich der italienische Fußballlehrer, ebenfalls am Sonntag, was für ein großartiger Spieler Hazard doch bei Chelsea gewesen war. Dass er dabei die Vergangenheitsform benutzte und zudem erklärte, man müsse die Entscheidung des Spielers respektieren, bietet kaum Interpretationsspielraum. Da half es auch herzlich wenig, dass er später zurückruderte und darauf verwies, dass er nur der Trainer und somit in dieser Angelegenheit nicht der richtige Ansprechpartner sei.