Zwei Tage nachdem der neue Sportdirektor des ​VfB Stuttgart Sven Mislintat mit dem jungen Argentinier ​Mateo Klimowicz seinen ersten Transfer für die Schwaben unter Dach und Fach bringen konnte, macht ein weiterer Name im Ländle die Runde. Dabei handelt es sich um ​Maximilian Philipp vom Titelaspiranten ​Borussia Dortmund.


Bereits im vergangenen Winter hatten sich die Stuttgarter intensiv um den 25-jährigen Angreifer des Herbstmeisters bemüht. Damals legten die BVB-Bosse jedoch noch ein Veto ein und beriefen sich dabei auf die dünne Kaderdicke in der Offensive der Schwarz-Gelben. Doch obwohl die Konkurrenz im Sturm der Dortmunder in der zweiten Saisonhälfte nicht immer zu überzeugen wusste und Torjäger Paco Alcacer weiterhin nicht vor Verletzungen gefeilt war, spielte Philipp unter Trainer Lucien Favre weiterhin kaum eine Rolle.

Lucien Favre,Maximilian Philipp

Maximilian Philipp hat unter BVB-Coach Lucien Favre einen schweren Stand


Insgesamt stehen für den gebürtigen Berliner so zwar bereits 23 Saisoneinsätze für die Borussen zu Buche, nur wenige Partien durfte der Rechtsfuß dabei aber über die volle Distanz bestreiten. Für die Ansprüche eines Spielers, der dem BVB im Sommer 2017 noch 20 Millionen Euro Ablöse wert war, ist dies definitiv deutlich zu wenig. Der VfB könnte daher nun der Nutznießer der negativen Entwicklung der vergangenen Monate sein.


Laut dem kicker wagten die VfB-Verantwortlichen nun nämlich einen erneuten Vorstoß und erneuerten ihr Interesse an dem ehemaligen deutschen U21-Nationalspieler. Eine feste Verpflichtung des ehemaligen Freiburgers steht dabei freilich nicht zur Disposition, vielmehr sei erneut ein Leihgeschäft angedacht. Ob mit oder ohne anschließende Kaufoption ist dabei noch nicht bekannt.


Die Chancen hinsichtlich einer solchen Vereinbarung sind im Vergleich zur letzten Verhandlungsrunde im Winter mit Sicherheit gestiegen, zumal BVB-Coach Lucien Favre zuletzt keinerlei Anzeichen dafür gab, in Zukunft häufiger auf den flinken Offensivspieler setzen zu wollen. Beim VfB hingegen könnte sich Philipp gute Chancen ausrechnen, rasch einen Stammplatz zu erobern.

Maximilian Philipp

Vertraglich ist Philipp noch bis 2022 an den BVB gebunden


Um auch den ehrgeizigen Spieler selbst von einem Wechsel in den Süden zu überzeugen, muss aber erst einmal in den kommenden Relegationsspielen der Verbleib in der ersten Liga gesichert werden. Gelingt dies, würde der Deal - Stand jetzt - für alle drei Seiten durchaus Sinn machen. In der Vergangenheit wurde aber auch deutlich finanzkräftigeren Klubs, etwa aus England, Interesse nachgesagt.


Dynamo-Keeper Schubert ein Thema?


Doch nicht nur in der Offensive wollen sich die Stuttgarter in Zukunft breiter aufstellen. Auch auf der Torhüterposition suchen die Schwaben offenbar nach Alternativen für die bisherige Nummer Eins Ron-Robert Zieler. Noch ist unklar ob der ehemalige Nationalspieler auch den Gang in die Zweite Liga antreten würde. Als Nachfolger, oder bei Zieler-Verbleib als dessen Back-up, wird daher laut dem kicker Markus Schubert von ​Dynamo Dresden gehandelt. Der Vertrag des 20-Jährigen bei den Sachsen läuft nach der Saison aus.