Nach dem Aus in der ​Champions League gegen Ajax Amsterdam halten sich erneut Gerüchte um einen Abschied von Massimiliano Allegri. Der 51-Jährige ist mit Juventus Turin auf nationaler Ebene das Maß aller Dinge, im Europapokal aber konnte er trotz der Verpflichtung von Cristiano Ronaldo im vergangenen Sommer erneut keine Erfolge feiern. Für die kommende Woche kündigte er nun ein Gespräch mit Klub-Präsident Andrea Agnelli an.


Seit fast fünf Jahren ist Allegri, der zuvor in vier Jahren als Trainer des AC Mailand auf sich aufmerksam machen konnte, an der Seitenlinie von Juventus Turin tätig. Noch zu Beginn seiner Amtszeit waren nicht alle Fans von ihm überzeugt, zumal die Fußstapfen, die Antonio Conte vor seinem Rücktritt hinterließ, groß waren - doch Allegri überzeugte. 


In seinem ersten Jahr feierte er nicht nur das nationale Double, sondern zog auch in das Endspiel der Champions League ein. Im Berliner Olympiastadion verpasste Juve jedoch den Sieg über den FC Barcelona und ging stattdessen mit 1:3 als Verlierer vom Platz. Zwei Jahre später stand die Alte Dame erneut im Finale der Königsklasse, diesmal gegen Real Madrid - diesmal verlor Juve mit 1:4. 


In der Serie A ist der Verein in diesem Jahrzehnt das Maß aller Dinge, die Coppa Italia wird Juventus nach vier Erfolgen in Serie in dieser Saison aber nicht in die Höhe stemmen können. Allegri und die Seinen scheiterten im Viertelfinale an Atalanta Bergamo, das in vier Tagen gegen Lazio Rom um den italienischen Vereinspokal kämpft. Die nationale Dominanz ist das täglich Brot der Turiner, ähnlich wie für Paris St. Germain oder Bayern München. Der Fokus liegt auf der Champions League, die mit der Hilfe von Cristiano Ronaldo gewonnen werden soll - doch darauf werden die Tifosi noch ein weiteres Jahr warten müssen. 

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    Massimiliano Allegri will sich zeitnah mit Präsident Andrea Agnelli (l.) über seine Zukunft unterhalten



Wie schon in der Vorsaison scheiterte Juve im Viertelfinale und ​schied gegen die Überraschungsmannschaft Ajax Amsterdam knapp aus (1:1 ; 1:2)​Wieder einmal gibt es Gerüchte um einen Abgang Allegris, der angeblich bei PSG und dem FC Barcelona gehandelt wird. Er selbst habe ursprünglich geplant, weiterhin im Amt zu bleiben, schließlich läuft sein Vertrag bis Sommer 2020. Nun erklärte er jedoch, mit Präsident Andrea Agnelli über die Zukunft sprechen zu wollen: "Vor dem Rückspiel gegen Ajax habe ich ihm gesagt, dass ich bleiben würde. Diese Woche sehen wir uns und sprechen über alles" (via Bild).  


Die Gerüchte um mögliche Nachfolger wie Antonio Conte seien "Teil des Spiels", nähere Aussagen könne er erst nach dem Gespräch treffen. Sollte er sich nach fünf Jahren verabschieden, würde eine äußerst erfolgreiche Ära zu Ende gehen - doch endgültig wird sich Massimiliano Allegri wohl nie in Turin krönen können. Dafür fehlt ihm der Triumph in der Königsklasse.