Nach seiner Rückkehr zum ​1. FC Köln hoffte Anthony Modeste auf viele Einsatzminuten, doch Markus Anfang gewährte ihm nur selten Spielpraxis. Der Angreifer, der den 4:0-Auswärtssieg bei Greuther Fürth aufgrund von muskulären Problemen verpasste, rechnete daher gegenüber ​Bild mit seinem Ex-Trainer ab.


Ohnehin musste Modeste lange warten, ehe er überhaupt spielberechtigt war. Der 31-Jährige kehrte im November vergangenen Jahres von Tianjin Tianhai (ehemals Tianjin Quanjian) nach Köln zurück, allerdings zog sich der Rechtsstreit mit dem chinesischen Erstligisten um die Kündigung seines Vertrages über Monate hinweg. Erst im Februar durfte er erstmals für den Kader nominiert werden und erzielte bei der 2:3-Niederlage gegen den SC Paderborn prompt ein Tor.


Seither kam Modeste auf insgesamt neun Einsätze, nur ein Mal durfte er dabei über 90 Minuten ran. Dabei hatte er sich seine Rückkehr anders vorgestellt: "Ich brauche Spielpraxis, und davon hatte ich bisher nicht genug. Deshalb kann ich nicht zufrieden sein", erklärte er gegenüber Bild.

Anthony Modeste

  Ärger wegen Anfang: Anthony Modeste war mit seinen Einsätzen in den vergangenen Monaten unzufrieden



Ein "Schauspieler" sei er keineswegs. Stattdessen ärgerte er sich über die leeren Versprechen von Anfang, der ihm mehr Einsatzminuten zugesprochen habe: "Du hörst von allen Seiten, du wirst am Wochenende wahrscheinlich spielen, weil der Trainer gesagt hat, dass du Spielpraxis brauchst. Und dann habe ich am Ende wenig gespielt. Das war enttäuschend."


Was den Torjäger, der in 82 Pflichtspielen für den FC 50 Tore erzielte, noch mehr wurmt, ist dass er - wenn überhaupt - nur in der Fremde in der Startelf stand: "Jeder weiß, dass Auswärtsspiele anstrengender sind – läuferisch, aber vor allem auch vom Kopf her. Das ist etwas anderes als zu Hause im eigenen Stadion", so Modeste, der dennoch alles andere als glücklich über die Entlassung von Anfang sei: "Nein, ich bin nicht froh. Ich bin gerne zurück in Köln, aber natürlich will ich spielen. Es war einfach nicht schön, wie es sich dann entwickelt hat."

​Unter Interimstrainer André Pawlak, der in Fürth auf Modeste verzichten musste, wolle er nun nach vorne blicken, ehe im Sommer - 
​dann aller Voraussicht nach mit Achim Beierlorzer - der Neuanfang in der Bundesliga bevorsteht.