​​Hertha BSC blickt derzeit in eine ungewisse Zukunft. Nach über vier Jahren unter der ruhigen Führung von Cheftrainer Pal Dardai wird ab der kommenden Spielzeit ein neuer Coach die Geschicke des Hauptstadtklubs leiten. Noch ist nicht klar, wem die Klubführung dabei das Vertrauen schenken wird. Zumindest bei der wichtigen Personalie ​​Vedad Ibisevic deutet sich jedoch angeblich ein Durchbruch an.


Auch der 34-jährige Angreifer kann angesichts von drei Jahren an der Spree in den immer schnelllebigeren Zeiten im Profifußball fast schon als Berliner Urgestein bezeichnet werden. Gänzlich unbestritten war der Mittelstürmer dabei in der Vergangenheit längst nicht immer, dass er aber noch immer dank seiner Erfahrung ein wichtiger Führungsspieler ist, konnte er in dieser Spielzeit durch zwölf Pflichtspieltore eindrucksvoll unterstreichen.

Vedad Ibisevic

Insgesamt bestritt Vedad Ibisevic für die Hertha bereits 130 Pflichtspiele



Da der Bosnier für diese Marke lediglich 29 Spiele benötigte und seine Torquote somit alles andere als von schlechten Eltern ist, haben auch die Hertha-Bosse längst erkannt, dass der gewiefte Strafraumfuchs auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen könnte. Das aktuelle Arbeitspapier des 83-fachen bosnischen Nationalspielers läuft nach der Saison aber aus und daher galt es sich in den vergangenen Wochen einer Entscheidung anzunähern.


Wie bereits zuvor vermutet, haben sich die Verantwortlichen beim Hauptstadtklub dabei allem Anschein nach für eine Verlängerung der Zusammenarbeit entschieden. Einem Bericht der BILD zufolge, konnten Spieler und Verein bereits einen gemeinsamen Nenner finden und so soll eine Vertragsverlängerung unmittelbar bevorstehen.

Felix Brych,Vedad Ibisevic

Bei den Schiedsrichtern steht Ibisevic nicht wirklich hoch im Kurs



Inwiefern ein künftiger Trainer der Herthaner dabei bereits in den Entscheidungsprozess involviert war, ist nicht bekannt. Zumindest der bislang als Topkandidat für die Dardai-Nachfolge gehandelte aktuelle U23-Coach der Berliner ​Ante Covic konnte sich in den vergangenen Jahren aber bereits aus nächster Nähe einen Eindruck von dem nicht immer einfach zu kontrollierenden Altmeister machen. 


Auch in der aktuellen Spielzeit hatte Ibisevic sein Temperament nicht immer im Griff und schadete dadurch der gesamten Mannschaft. Nachdem er beim Ligaspiel gegen den BVB den gegnerischen Torhüter Roman Bürki, nach eigenen Aussagen unbeabsichtigt, ​mit einem Ball abgeworfen hatte, musste er drei Spiele aussetzen. Dabei handelte es sich bereits um den sechsten Bundesliga-Platzverweis des Stürmers.