Die Verpflichtung des bisherigen ​Holstein-Kiel-Trainers Tim Walter nimmt beim ​VfB Stuttgart konkrete Formen an. Wie der NDR via transfermarkt.de und das Sportmagazin kicker übereinstimmend berichten, sind sich Walter und Stuttgart schon über einen Wechsel einig. Nun verhandeln die Schwaben mit Kiel um die Formalitäten des Transfers.


Die Trainersuche des VfB Stuttgart scheint damit ein Ende gefunden zu haben. Der Verein suchte nach der Entlassung von Korkut und Weinzierl und Einstellung von Interimstrainer Nico Willig nach einer längerfristigen Lösung und wurde nun in der zweiten Liga fündig. Nach zunächst losem Interesse nimmt nun die Verpflichtung des Kiel-Trainers konkrete Formen an. Laut des NDR gehe es jetzt vor allem um die Ablöse, die der VfB an die Kieler für Walter bezahlen müsste. Im Raum sollen etwa eine Million Euro stehen. 


"Tim Walter ist an uns herangetreten und hat den Wunsch geäußert, den Trainerposten in Stuttgart zu besetzen. Wir werden uns damit beschäftigen und Lösungen finden müssen", so Sport-Geschäftsführer Fabian Wohlgemuth. Für die Kieler sei dies ein schwerer Schlag in die eigene Vereinsstruktur, wie Wohlgemuth weiter mitteilen ließ. 


Erst vergangenen Sommer musste man in Kiel den Erfolgstrainer Markus Anfang an den 1. FC Köln abgeben. Tim Walter wurde als Ersatz für Anfang verpflichtet und konnte bei den Störchen durchaus überzeugen. In 32 Spielen erspielten die Kieler 46 Punkte und erlebten eine sichere und ruhige Saison.

Nico Willig

Übernahm den VfB interimsweise und ist bereits Trainer Nr. 3 dieser Saison: Nico Willig



Auch in Stuttgart soll der 43-Jährige nun die nötige Ruhe ausstrahlen. Der Tabellen-16. der Bundesliga durchlebte eine extrem enttäuschende Saison und verschleißte bereits zwei Trainer.  Falls man die Klasse halten kann, soll Walter in der kommenden Saison den Klub in der Bundesliga stabilisieren und in das gesicherte Mittelfeld führen.


Kiel wiederum darf sich auf eine millionenschwere Einnahme freuen, muss sich aber mal wieder auf der Trainerposition gezwungener Maßen neu aufstellen. Wer bei den Störchen für die kommende Saison übernehmen könnte, ist noch nicht klar.