Mino Raiola ist ein anstrengender Zeitgenosse, wenn man diversen Berichten Glauben schenken mag. Durch seine aggressive Verhandlungsweise hat er schon so manchen Klub zum Haareraufen gebracht. Wie die spanische Marca berichtet, hat er nun für ein neues Kapitel gesorgt. So legte der ​FC Barcelona die Verhandlungen mit Ajax Amsterdam und Abwehrstar Matthijs de Ligt auf Eis – wegen Raiola.


Schon länger ist sich Matthijs de Ligt von Ajax Amsterdam mit dem FC Barcelona einig. Ein Wechsel aber scheint einfach nicht zustande zu kommen. Grund dafür sind aber nicht die Verhandlungen zwischen den beiden Klubs, oder dem Spieler und den Katalanen, sondern vielmehr der Berater von de Ligt. Mino Raiola ist inzwischen bekannt in der Szene und dabei mal mehr, mal weniger geschätzt.


In der jüngsten Episode um den Wechsel den Abwehrshootingstars heißt es, dass Barca die Verhandlungen fürs Erste abgebrochen habe, weil die Forderungen von Raiola schlicht zu dreist sind. Während eine Beraterbeteiligung im Schnitt bei fünf bis zehn Prozent von einer Ablöse liegen soll, fordert der Berater vom FC Barcelona satte zwanzig Prozent Beteiligung.


Im Gespräch ist eine Ablöse von 70 Millionen Euro, dass würde einen Gewinn von 14 Millionen für Raiola bedeuten. Allerdings sind die Spanier nicht alleine, denn auch Ajax scheint wenig Lust darauf zu haben, dem Berater dermaßen viel Kohle in den Rachen zu werfen. Demnach sollen beide Klubs bereits erklärt haben, auf die Forderungen von Raiola nicht eingehen zu wollen. Und eine höhere Ablöse, um die Wünsche des Beraters zu erfüllen, komme ebenso wenig in Frage.


Es stellt sich jedoch bereits die Frage nach der Rechtmäßigkeit. Denn ​Raiola bekam in Italien eine Sperre von drei Monaten aufgebrummt, was einem Lizenzentzug gleichkommt. So ist aktuell fraglich, ob sich die Sperre nicht auch auf die übrigen Nationalverbände erstreckt, womit er beim Wechsel von de Ligt am Ende gar nicht erst mitreden dürfte. Ruhe wird man deswegen aber wohl kaum vor ihm haben.