Die Weiterentwicklung von ​RB Leipzig ​geht nicht nur auf dem grünen Rasen rasch voran. Auch auf der Führungsebene wollen sich die Sachsen in Zukunft breiter aufstellen und haben dabei mit ​Markus Krösche nun offenbar ihre Wunschlösung von dem eingeschlagenen Weg überzeugen können.


Der Name des aktuellen Geschäftsführer Sport vom Zweitligisten SC Paderborn machte bereits seit geraumer Zeit im Umfeld der Roten Bullen die Runde. Unklar war dabei jedoch zuweilen, für welches konkretes Aufgabenfeld der 38-Jährige vorgesehen ist. 


Wie die BILD nun in Erfahrung gebracht haben will, soll der gebürtige Hannoveraner ab der kommenden Spielzeit den zum FC Schalke 04 abgewanderten Sportkoordinator Jochen Schneider in eben jener Rolle beerben.

Markus Kroesche

Markus Krösche steht bei RB Leipzig ein weitaus größerer Etat zur Verfügung



Dem Bericht zufolge sollen sich die RB-Bosse und Krösche mittlerweile handelseinig sein. Dem Vernehmen nach erhält der ehemalige Mittelfeldspieler dabei einen bis 2023 datierten Vierjahresvertrag. Die Leipziger Volkszeitung bestätigt den bevorstehenden Deal und berichtet über eine Ablösesumme in Höhe von 500.000 Euro, schließlich ist Krösche noch bis 2022 vertraglich an seinen aktuellen Arbeitgeber gebunden.


Angesichts der noch langen Vertragslaufzeit des begehrten Funktionärs, wäre die kolportierte Summe überraschend gering, zumal zuvor darüber berichtet worden war, dass Gespräche mit dem angeblich ebenfalls interessierten FC Schalke 04 am Ende an den ​zu hohen Ablöseforderungen des Zweitligisten gescheitert waren. Dabei kursierten Zahlen zwischen 2,5 und vier Millionen Euro.


Neben den Knappen hatten auch der 1. FC Nürnberg und Hannover 96 Interesse an dem emsigen Kaderplaner bekundet, der den SCP in den vergangen anderthalb Jahren durch kluge Transfers zu einem ernsthaften Anwärter auf den Aufstieg in die Bundesliga geformt hatte. Offiziell verkündet werden soll der Deal mit den Leipzigern erst nach dem DFB-Pokalfinale gegen den FC Bayern München.

Ralf Rangnick

Die Rolle von Ralf Rangnick dürfte sich durch die Krösche-Verpflichtung verändern



Bei den Sachsen dürfte Krösche im Tandem mit dem aktuellen ​Sportdirektor Ralf Rangnick für die Kaderplanung vorgesehen sein. Dabei wird es spannend zu sehen sein, inwiefern sich Rangnick darauf einlassen kann, Aufgabenfelder abzugeben. 


Zuletzt hatte der gebürtige Schwabe für leichte Unruhen innerhalb des Vereins gesorgt und mehr Mitspracherecht bezüglich der allgemeinen Ausrichtung des Fußball-Imperium von RB gefordert. Womöglich ist Krösche daher nun auch als eine Art Prellbock zwischen Rangnick und RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff angedacht, der zuletzt nur selten die Auffassungen des 60-Jährigen teilte.