​Mit einem 1:1-Ergebnis aus dem Hinspiel im Rücken durfte sich die ​Frankfurter Eintracht am heutigen Donnerstagabend beim FC Chelsea berechtigte Hoffnungen auf den Einzug in das Finale der Europa League machen. Nach einer hochspannenden Nachspielzeit setzte sich jedoch am Ende im Elfer-Duell der FC Chelsea durch. 


In der Anfangsphase der Partie konnten die Adler mehrere Male gefährlich vor das gegnerische Tor auftreten, doch in der 28. Minute, nachdem wenige Szenen zuvor Makoto Hasebe in höchster Not einen Ball von der Linie abkratzen musste, fiel der 1:0-Treffer für die Gastgeber. Ruben Loftus-Cheek beförderte die Kugel nach toller Vorarbeit von Eden Hazard flach in das Frankfurter Gehäuse.

Luka Jovic,Mijat Gacinovic

Mijat Gacinovic (l.) und Luka Jovic (r.) sind auf dem Platz perfekt abgestimmt


Die enttäuschende erste Halbzeit konnte das Team von Trainer Adi Hütter allerdings schnell abschütteln, denn in der 49. Minute verwandelte wie so oft Luka Jovic nach einem Doppelpass mit Mijat Gacinovic den 1:1-Ausgleich, wodurch sich die Gäste - auch mithilfe toller Paraden von Torhüter Kevin Trapp - für die Verlängerung positionierten.


Dann wurde es ähnlich spannend wie beim gestrigen Champions-League-Spiel zwischen Tottenham und Ajax. Eintracht Frankfurt und Chelsea tauschten sich mit gefährlichen Torchancen aus, dabei konnte unter anderem in der 100. Minute David Luiz nur per Fallrückzieher eine hundertprozentige Gelegenheit des eingewechselten Sebastien Haller vereiteln. 

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Stach heute in der Libero-Rolle besonders hervor: Makoto Hasebe


Es fiel jedoch auch in der Nachspielzeit kein Treffer, weshalb die Mannschaften das Elfmeter-Duell antraten. Zu diesem Zeitpunkt waren schon die Zuschauer mit ihren Nerven am Ende, zudem haben die Akteure auf dem Platz nach diesem Kampf ihre Batterien schon komplett ausgeleert.


Trotzdem behielten die Engländer genug Energie, um sich am Ende mit einem 5:4 im Elfmeterschießen durchzusetzen. Eden Hazard versetzte den Adlern mit seinem Elfer den Dolchstoß. 


Da sich zugleich der FC Arsenal mit einem Gesamtergebnis von 7:3 gegen den FC Valencia durchsetzen konnte, wird man am 29.5. in Baku im Finale auf den Londoner Rivalen treffen.