​Großer Wirbel um Bielefelds Kapitän Julian Börner. Der 28-jährige Innenverteidiger hat seine Zusage zur Verlängerung seines auslaufenden Vertrages an der Alm zurückgezogen und wechselt im Sommer ablösefrei nach England. Die Arminia reagiert mit der Suspendierung des ​DSC-Kapitäns.


Seit 2014 spielt Julian Börner auf der Bielefelder Alm. Der 28-Jährige hat sich seither zur festen Größe und Kapitän in Bielefeld aufgeschwungen. Anderen Klubs, vor allem von der Insel, ist die Entwicklung des robusten Innenverteidigers natürlich nicht entgangen. So soll der aktuelle ​Premier-League-Aufsteiger Norwich City bereits 2017 ein Angebot für Börner hinterlegt haben. Seinem klammen Klub hätte er vor zwei Jahren wohl eine Millionensumme eingebracht. Börner entschied sich damals aber zu einem Verbleib in Ostwestfalen.


Im Sommer nun läuft der Vertrag von Börner aus - und eigentlich deutete alles auf eine Verlängerung bei der Arminia hin. Börner hatte bereits mündlich zugesagt, Termine zur Unterschrift ließen er und sein Berater allerdings mehrfach platzen. Am Donnerstag wurde klar warum: Die Insel lockt erneut - und dieses Mal ist Börner den Lockrufen erlegen. Zum Ungunsten der Arminia, die nicht nur einen extrem wichtigen Spieler unerwartet verliert, sondern auch ohne Transfereinnahmen dasteht. Die Konsequenz: Der ​Zweitligist hat Börner mit sofortiger Wirkung aus dem Kader verbannt.

Seinen Sinneswandel erklärt der Verteidiger folgendermaßen: "Es ist richtig, dass der DSC und ich uns mündlich schon länger über eine weitere Zusammenarbeit einig gewesen waren und es bisher jedoch zu keiner Vertragsunterschrift gekommen war. Kurzfristig erreichte mich eine Anfrage aus England, die ich unbedingt prüfen wollte. Denn dort zu spielen, war schon immer ein Lebenstraum von mir gewesen, der sich nun für mich erfüllt. Dieser Wechsel beinhaltet eine sportliche und wirtschaftliche Komponente, die ich nicht ablehnen konnte. Es tut mir sehr leid, dass ich jetzt meine Zusage zurückziehen musste. Ich hatte fünf wunderschöne Jahre beim DSC. Bielefeld ist zu meiner Heimat geworden. Ich wünsche dem DSC Arminia weiterhin alles Gute und viel Erfolg."


Für die Arminia ist das natürlich kein Trost. Arminias Geschäftsführer Sport, Samir Arabi, zeigte sich brüskiert: "Wir hätten sehr gerne mit Julian verlängert und die Einigung war ja auch erzielt. Daher sind wir enttäuscht, dass in diesem Fall das gegebene Wort nichts zählt. Trotzdem wünschen wir Julian für seine Zukunft in England alles Gute."


Zu welchem Klub auf der Insel es Börner nun zieht ist nicht bekannt. Feststehen dürfte aber, finanziell wird sich der Gang zum "Lebenstraum" nach England mächtig lohnen.