​Noch zwei Spiele - dann haben wir möglicherweise eine in der Form noch nicht dagewesene Konstellation: dass alle Finalisten der europäischen Wettbewerbe (Champions League und Europa League) aus derselben Liga kommen. Nämlich aus der reichsten Liga der Welt: der ​Premier League.


Das englische Finale in der Champions League (1. Juni, 21.00 Uhr) zwischen dem ​FC Liverpool und den Tottenham Hostpurs steht seit gestern Abend bereits fest. Wenn des Weiteren in der Europa League ​Chelsea und ​Arsenal London heute Abend (21.00 Uhr) nicht verlieren - wobei sich die Gunners sogar eine Niederlage mit einem Tor Differenz leisten könnten - stehen vier englische Finalisten in den beiden europäischen Endspielen. Drei davon sogar aus der englischen Hauptstadt! 


Dieser Konstellation am nächsten kam man in der Saison 2013/14, als die spanische Primera Division mit drei Mannschaften vertreten war (die Champions League war damals eine Madrider Angelegenheit mit dem Stadtderby zwischen Real und Atlético Madrid, in der Europa League stand der FC Sevilla im Endspiel - Gegner war Benfica Lissabon). 


So ganz allmählich schlägt sich also die finanzielle Wucht der englischen Liga auch in der Bilanz der europäischen Wettbewerbe nieder. Kein Wunder, ob der astronomisch hohen Fernsehgelder, die die Premier League Jahr für Jahr einnimmt. (Zwischen 2016 und 2019 runde 2,3 Milliarden Euro pro Jahr!). Für die Ausschreibung für den Zeitraum ab 2019 bis 2022 kann mit ähnlichen Zahlen gerechnet werden.


In dieser laufenden Spielzeit könnten ein deutscher und ein spanischer Klub dieses Szenario noch verhindern: die ​SG Eintracht Frankfurt wird an der Stamford Bridge alles versuchen, um Chelsea London noch irgendwie ein Bein zu stellen. Ein Tor muss nach dem 1:1 vom Hinspiel auf jeden Fall her. Gleichzeitig wird sich der ​FC Valencia bemühen, den 1:3-Rückstand aus dem Hinspiel von London im heimischen Estadio Mestalla aufzuholen.