​Wer wird Nachfolger von Marco Reus (September, November, Dezember), Jadon Sancho (Oktober), Leon Goretzka (Januar), Julian Brandt (Februar) und Max Kruse (März) - sprich: Wer wird Bundesliga-Spieler des Monats April? Sechs Kandidaten stehen zur Auswahl.


1. Ishak Belfodil (​TSG 1899 Hoffenheim)


Gleich fünf Tore schoss Ishak Belfodil im April, ​so viele wie kein anderer Bundesliga-Profi. Aber nicht nur vor dem Tor war der Algerier eiskalt, auch sechs Vorlagen steuerte er bei. Für seine Torausbeute brauchte Belfodil nur 16 Torschüsse. "Er ist ein sehr guter Spieler mit außergewöhnlichen Qualitäten im Eins-gegen-Eins, mit einem sehr, sehr großen Tempo und einem ganz eklig zu verteidigenden Körper", beschreibt ihn sein Trainer Julian Nagelsmann. In der vergangenen Saison, seiner ersten in der Bundesliga, brachte es der 27-Jährige für Werder Bremen nur auf vier Tore - jetzt steht er schon bei 15. 


2. Serge Gnabry (​FC Bayern München)


Starke fünf Scorerpunkte (zwei Tore, drei Vorlagen) hat Serge Gnabry im vergangenen Monat verzeichnen können. Sein wichtiger Ausgleichstreffer zum 1:1 gegen den 1. FC Nürnberg war bereits sein 10. Bundesliga-Saisontor. Auch Gnabrys überzeugende Passquote von 85 Prozent spricht für den deutschen Nationalspieler. Mit dem Karriereende von Franck Ribery sowie Arjen Robben wird seine Rolle noch größer werden.


3. Kai Havertz (​Bayer 04 Leverkusen)


Erstmals in seiner Laufbahn hat Kai Havertz vier Tore in einem Monat erzielt. Insgesamt bringt es der 19-jährige Mittelfeldspieler bereits auf 14 Saisontore. Auch als Elfmeterschütze zeigt sich das Talent, das abgeklärt und souverän wie ein Veteran spielt, nervenstark (drei Versuche, drei Treffer seit Rückrundenstart). "Wenn man so jung ist, so gut spielt und dann auch noch so ruhig beim Elfmeter ist, das ist schon besonders", lobt ihn Trainer Peter Bosz. 


4. Joshua Kimmich (FC Bayern München)


13 Vorlagen hat der Rechtsverteidiger bereits zu Buche stehen. Einzig Dortmunds Jadon Sancho (14) hat sich in dieser Kategorie mehr hervorgetan. Joshua Kimmich verpasste im April keine einzige Bundesliga-Minute. 421 Mal und damit so häufig wie kein anderer Profi war er am Ball. Darunter waren 20 Torschussvorlagen - eine davon verwertete Kingsley Coman beim 4:1-Auswärtssieg gegen Fortuna Düsseldorf. Auch beim 5:0-Erfolg gegen Borussia Dortmund Anfang April zeigte der 24-Jährige eine bärenstarke Leistung. 


5. Robert Lewandowski (FC Bayern München)


Im April erzielte Robert Lewandowski zwar "nur" zwei Tore. Weil ihm beide im Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund gelangen, hat er sich dennoch unter die Kandidaten für den Spieler des Monats-Award gespielt. Aber nicht nur seine Tore (insgesamt 22) machen den Polen so ungemein wichtig für den Rekordmeister, auch seine Zweikampfbilanz war gerade im April exzellent (59 Prozent). Aktuell führt er die Torschützenliste mit vier Treffern Vorsprung vor Luka Jovic und Paco Alcacer an. 


6. Marco Richter (​FC Augsburg)


Der Knoten von Marco Richter platzte im April so richtig. Bis zu diesem Monat hatte der der Angreifer aus der Augsburger Nachwuchsabteilung keinen Treffer erzielt. Gegen Eintracht Frankfurt schnürte er seinen ersten Bundesliga-Doppelpack, gegen den VfB Stuttgart eine Woche später wiederholte er dieses Kunststück. Gegen die Schwaben bereitete er zudem einen weiteren Treffer vor. Insgesamt gab Richter im April 20 Torschüsse ab, nur Robert Lewandowski kam häufiger zum Abschluss (24). Von allen sechs Kandidaten zum Spieler des Monats bestritt der 21-Jährige im April die meisten Zweikämpfe (98), von denen er fast 50 Prozent erfolgreich bestritt.