​Der ​VfB Stuttgart empfängt am Samstagnachmittag im letzten Heimspiel der regulären Saison zuhause den ​VfL Wolfsburg. Nach der ernüchternden 1:3-Pleite gegen Hertha BSC will der VfB vor heimischer Kulisse wieder mutiger auftreten. Verzichten muss Interimstrainer Nico Willig dabei auf seinen ​verletzten Signalspieler Andreas Beck.


Im Gehäuse der Stuttgarter ist Ron-Robert Zieler auch gegen die Wölfe absolut gesetzt. Gegen die Herthaner wurde der Schlussmann wieder einmal ziemlich im Stich gelassen und musste so am Ende bereits den 70. Gegentreffer in dieser Spielzeit hinnehmen. 


Nachdem die Stuttgarter bereits beim ​1:0-Erfolg gegen Borussia Mönchengladbach ihre Schwächen in der Defensive nicht über 90 Minuten hinweg verhehlen konnten, zeigte sich die Hintermannschaft auch gegen den Hauptstadtklub zuweilen indisponiert. Willig könnte daher über eine Rückkehr zur unter Weinzierl häufig praktizierten Dreierkette nachdenken. Weltmeister Benjamin Pavard würde in diesem Falle wieder in die Zentrale rücken.


Wahrscheinlicher ist jedoch, dass Willig an seiner generellen Ausrichtung festhält und erneut in einem 4-4-2-System spielen lassen wird. Das Innenverteidiger-Duo dürften erneut Marc Oliver Kempf und Ozan Kabak bilden. Auf der linken Seite leistete sich Borna Sosa nicht so viele Fehler wie noch gegen die Fohlen und dürfte daher erneut im internen Duell mit Emiliano Insua die Nase vorn haben. Pavard würde bei diesem Matchplan, wie aus der Equipe Tricolore gewohnt, erneut die rechte Defensivseite bekleiden.


Da sich Routinier Andreas Beck gegen die Hertha einen Meniskuseinriss zugezogen hat und für die restliche Saison ausfallen wird, ist Willig in der Zentrale zu einer Anpassung gezwungen. Gut, dass Kapitän Christian Gentner wieder einsatzbereit ist. Neben dem voraussichtlichen Rückkehrer in die Startelf dürften in der Mittelfeldraute erneut Dennis Aogo und Gonzalo Castro zum Einsatz kommen, auch wenn beide gegen die Berliner noch deutlich Luft nach oben zeigten.


Ähnliches gilt definitiv auch für Daniel Didavi, der das Spiel der Schwaben auch beim Spiel in der Hauptstadt nicht in seine Hände nehmen konnte. Wechselt Willig in ein 3-5-2-System, könnte Didavi daher ein möglicher Streichkandidat sein. 


​Im Sturm konnten ​Anastasios Donis und Nicolas Gonzalez gegen das Team von Trainer Pal Dardai zuletzt kaum Argumente in eigener Sache sammeln und hatten kaum Bindung zum Spiel. Insbesondere der junge Argentinier wirkte dabei mal wieder sehr glücklos und könnte sich daher gegen die Niedersachsen auf der Ersatzbank wiederfinden. Mario Gomez, der gegen die Hertha nach Einwechslung zumindest den Treffer zum 1:3 besteuern konnte, winkt somit eine Rückkehr in die Startelf.


Die potenzielle VfB-Formation in der Übersicht: