Tabellenschlusslicht ​Hannover 96 steht vor dem sechsten Abstieg der Vereinsgeschichte. Zwei Spieltage vor Schluss haben die Niedersachsen sechs Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. Abwehrchef Waldemar Anton hat die Hoffnung auf den Klassenerhalt allerdings noch nicht aufgegeben. Einen Verbleib im Abstiegsfall schloss der Innenverteidiger nicht kategorisch aus.


"Was bei Liverpool gilt, gilt auch bei uns: 'Never give up, gib niemals auf.' Wir haben nie die Hoffnung verloren und werden das auch nicht machen und 100 Prozent geben", erklärte Anton gegenüber der Bild-Zeitung. Mit dem ​SC Freiburg und ​Fortuna Düsseldorf hat der Tabellenletzte zwar zwei machbare Aufgaben vor der Brust, die Chancen auf den Klassenerhalt gehen dennoch gegen Null. Im Abstiegsfall müssen die Niedersachsen einige Spieler verkaufen, um ein Minus ​von rund 17 Millionen Euro auszugleichen


Für ​Niclas Füllkrug, der sich zur neuen Saison dem ​SV Werder Bremen anschließen wird, kassiert Hannover 96 angeblich 6,5 Millionen Euro. Weitere Wechselkandidaten sind ​Ihlas Bebou, Walace und Anton. Wie der Sportbuzzer im April berichtete, soll der Innenverteidiger den Verantwortlichen mitgeteilt haben, dass er den Gang in die zweite Liga ​nicht noch einmal mit antreten will.

Waldemar Anton

Verpasste in der laufenden Saison keine Spielminute: Waldemar Anton



An potenziellen Interessenten für das 96-Eigengewächs mangelte es zuletzt nicht. Der 22-Jährige steht dem Vernehmen nach beim ​1. FC Köln, Werder Bremen, ​Hertha BSC und ​Eintracht Frankfurt auf dem Zettel. Die Fans des Tabellenletzten dürfen sich nun offenbar doch Hoffnungen auf einen Verbleib des U21-Europameisters machen.


"Ich habe ja noch einen gültigen Vertrag (bis 2021, Anm. d. Red.)", wird der Abwehrchef vom Boulevardblatt zitiert. "Ich bin Hannover 96 sehr dankbar für alles, was sie mir gegeben haben. Ich bin hier voll zufrieden und genieße das Vertrauen", führte Anton weiter aus. Präsident Martin Kind hatte sich im April für einen Verbleib des Verteidigers ausgesprochen. Die Entscheidung darüber würde allerdings der neue Sportchef treffen.