Der nun sichere Klassenerhalt und womöglich die in knapp eineinhalb Monaten anstehende Mitgliederversammlung auf ​Schalke, inklusive möglicher Wiederwahl für Clemens Tönnies​, scheinen den Aufsichtsrat-Chef zum Plaudern zu bringen. Gegenüber Sky äußerte er sich bezüglich des Sportdirektor-Postens - da gäbe es für ihn "nichts, was gegen Horst Heldt spricht".


Da dürften einige Schalke-Fans aufgehorcht haben. In einem so emotionalen Verein wie Schalke 04 gibt es per se Entscheidungen und vor allem auch Personal, was höchst umstritten ist. Horst Heldt ist eine Person, auf die das auch zutrifft. Fünf Jahre lang hatte er die Position des handelnden Sportvorstands auf Schalke inne.


Auch wenn der Verein in dieser Zeit international so häufig vertreten war wie selten, die Erträge waren für die finanziellen Mittel zu wenig, dazu gab es einige ​​fragwürdige Transfers (Sam, Kirchhoff, Obasi, etc.) und so üppig ausgestattete Verträge wie selten.


Die Personalentscheidungen der Schalker sollen sich in den letzten Zügen befinden, Tönnies würde - wenn möglich - gerne alle drei Posten - also Trainer, Sportdirektor, Kaderplaner - zusammen verkünden. Während der Trainerposten mit David Wagner angeblich schon besetzt sein soll, gibt es bei den anderen Positionen wohl noch kein Vollzug. Zum Sportdirektor äußerte sich Clemens Tönnies bei Sky, warf dort Horst Heldt in den Ring: "Ich bin immer noch mit Horst eng befreundet und es gibt nichts, was gegen Horst Heldt spricht für mich."

Jochen Schneider

Auch Jochen Schneider hat bereits mit Heldt gearbeitet, 2007 bei der Stuttgarter Meisterschaft



Tönnies betont nachgehend aber auch, dass seine persönlichen Präferenzen alles andere als entscheidend seien und spielt den Ball zu Jochen Schneider, dem Heidel-Nachfolger, der zurzeit mögliche Kandidaten präsentiert. "Ich treffe nur diese Entscheidungen nicht. Ich will dem Jochen da auch nicht irgendjemanden reinsingen. Ich sehe eine akribische Arbeit von Jochen in der Auswahl der einzelnen Personalien. Da gibt er sich unglaublich viel Mühe mit. Er nimmt nicht irgendeinen, sondern sagt: 'Der passt genau'", so der Schalke-Chef weiter. Inwiefern eine solch offensive und öffentliche Aussage bezüglich Heldt als "nicht reinsingen" gesehen werden kann, ist allerdings subjektiv zu bewerten. 


Auch in diesem Interview bekräftigte Tönnies abschließend, dass das neue Team zusammen bekannt gegeben werden soll: "Wir werden jetzt nicht scheibchenweise jede einzelne Personalie bekannt geben. Sondern es wird dann einen Termin geben und dann sagen wir: 'Da steht das Team.' Das halte ich auch für richtig."