​Wer mit dem Feuer spielt - kommt darin um. So heißt es im Volksmund. Jetzt ist die Lage des ​HSV momentan vor allem aus sportlicher Sicht mehr als brenzlig. Da kommen Störfeuer wie die jüngst verhängte Strafe durch den DFB eigentlich nur noch als i-Tüpfelchen daher. 


Doch vor allem HSV-Finanzchef Wettstein dürfte heißgelaufen sein: 150.000 Euro Strafe - dafür, dass ein paar Hinverbrannte es mal wieder geschafft haben, den Sport in den Hintergrund zu drängen und ihre eigene (irgendwie verrauchte) (Un-)Sichtweise in den Vordergrund zu schieben. 


150.000 Euro mögen sich im überhitzten Profi-Fußball unserer Tage erstmal nach Peanuts anhören, aber für einen klammen Klub - wie es der HSV mittlerweile leider ist -, ist das ein ziemlich hoher (oder soll man sagen "heißer") Preis für den Spaß, den die Chaoten am 10. März im Millerntor-Stadion hatten. Der Stadtrivale aus ​St. Pauli kam übrigens mit "nur" 100.000 Euro davon - unter anderem deshalb, weil er in der Vergangenheit nicht in der Häufung so negativ aufgetreten ist, wie die Kollegen aus Stellingen. 


Von den 150.000 Euro Strafe kann der HSV ein Drittel - also 50.000 Euro -  für "sicherheitstechnische, infrastrukturelle und gewaltpräventive Maßnahmen" (Mopo) verwenden. Wie wäre es mit einem (unbezahlten) Praktikum für die Zündel-Idioten? Der Standort passt ja irgendwie: unweit des Volksparkstadions gibt es die Müllverbrennungsanlage Stellingen.