Der ​FC Chelsea ist mit einer Transfersperre der FIFA für die kommenden beiden Transferphasen belegt worden. Die Blues sind gegen das Urteil angegangen, ein Protest wurde nun aber vom Verband abgewiesen, die Sperre bleibt bestehen. Allerdings mit einer pikanten Außnahme.


Die FIFA hat am heutigen Mittwoch die Transfersperre für den FC Chelsea bestätigt. Die Blues hatten in 29 Fällen gegen Regeln zur Verpflichtung Minderjähriger verstoßen. Nebenbei kam es dabei auch noch zu weiteren Verstößen bei der Registrierung von Spielern, wie die Sport Bild seinerzeit schrieb. Nun wurde das Urteil noch mal bestätigt, nachdem ein Einspruch des Klubs aus der ​Premier League abgewiesen wurde. Chelsea darf in den beiden kommenden Transferphasen keinerlei Spieler verpflichten.

Allerdings gab es bereits eine Einschränkung von Seiten des Weltverbandes, der an den Entscheidern und der FIFA selbst zweifeln lässt. Wurden die Blues für die Verpflichtung Minderjähriger verurteilt, darf der Klub immerhin im Zeitraum der Sperre weiterhin Spieler unter 16 Jahren verpflichten. Allerdings können die Blues das Urteil anfechten, indem sie nun das CAS, dem internationalen Sportgerichtshof ziehen, um die Sperre aufheben zu lassen, wovon man ausgehen kann. Wahrscheinlich hat man bei den Blues sogar mit dem Urteil gerechnet und hofft, früh genug vor das CAS ziehen zu können, um bei erfolgreichem Einspruch noch in diesem Transfer-Sommer einkaufen zu dürfen.


Die FIFA erklärte zum Urteil: „Die FIFA-Berufungskommission hat beschlossen, die von Chelsea FC eingelegte Berufung gegen die Entscheidung der FIFA-Disziplinarkommission, den Verein mit einem Verbot der Registrierung neuer Spieler auf nationaler und internationaler Ebene für die nächsten zwei vollständigen und aufeinander folgenden Registrierungsperioden zu bestrafen, teilweise zu bestätigen. Dieses Verbot galt für den Verein insgesamt - mit Ausnahme der Frauen- und Futsal-Mannschaften - und hinderte die Freilassung von Spielern nicht.


In Bezug auf alle Männerteams wurde das Verbot der Registrierung neuer Spieler sowohl national als auch international für zwei Registrierungsperioden von der FIFA-Berufungskommission mit folgender Ausnahme bestätigt: Die FIFA-Berufungskommission ist der Ansicht, dass das Fehlverhalten von Chelsea darin bestand, das Verbot der internationalen Übertragung oder der Registrierung ausländischer Minderjähriger nicht zu respektieren. Nach Ansicht des Ausschusses wäre ein Verbot der Registrierung jedes Minderjährigen in keinem Verhältnis zu der begangenen Straftat.


Die FIFA-Berufungskommission entschied daher, dass das Verbot in Bezug auf die Jugendkategorien nicht die Registrierung von minderjährigen Spielern unter 16 Jahren umfasst, die nicht unter den Anwendungsbereich von Kunst fallen. (...) Zusätzlich hat die FIFA-Berufungskommission die Geldstrafe von 600'000 Franken bestätigt. Die Entscheidung der FIFA-Berufungskommission wurde heute bekannt gegeben."