​Der ​1. FC Köln entledigte sich am Montagabend mit einem äußerst souveränen 4:0-Auswärtssieg bei Greuther Fürth aller verbliebenen Restzweifel und ist in den beiden letzten Saisonspielen nicht mehr vom ersten Tabellenplatz zu verdrängen. Trotz der verdienten Rückkehr in die Bundesliga soll sich beim frisch gebackenen Zweitligameister aber im Sommer eine Menge ändern.


Da wäre zum einen noch die Kleinigkeit, einen neuen Cheftrainer zu finden. ​Markus Anfang war am 27. April vor die Türe gesetzt worden, nachdem seine Mannschaft zuvor drei Spiele in Folge keinen Sieg einfahren hatte können. Innerhalb des Vereins rumorte es jedoch auch in bereits weitaus erfolgreicheren Zeiten ziemlich und daher kam die Trennung von dem 44-jährigen Coach für Beobachter des Effzeh nicht wirklich überraschend.

SV Sandhausen v 1. FC Koeln - Second Bundesliga

Armin Veh hat derzeit alle Hände voll zu tun


Gegen die Kleeblättler stand nun Interimstrainer Ande Pawlak an der Seitenlinie. Dabei soll es sich aber definitiv lediglich um eine Zwischenlösung handeln. Laut BILD-Informationen soll spätestens in zwei Wochen ein neuer Coach präsentiert werden. Dabei machten zuletzt einige Namen die Runde. Aktueller Topkandidat soll angeblich ​Dieter Hecking sein, der nach seinem langjährigen Engagement bei Borussia Mönchengladbach für die kommende Saison noch auf der Suche nach einer neuen Herausforderung ist.


Dass die Fohlen und die Geißböcke wahre Erzrivalen sind und Hecking daher bei den Ultras nicht den leichtestes Stand haben dürfte, spielt in den Überlegungen von Geschäftsführer Armin Veh offenbar keine Rolle. Für den 54-jährigen Fußballlehrer spricht definitiv seine große Erfahrung. Nach dem Experiment mit Anfang, der zuvor lediglich für den beschaulichen Zweitligist Holstein Kiel verantwortlich war, eine durchaus nachvollziehbare Überlegung Vehs, zumal auch die Zukunft des Kaderplaners vom Erfolg des neuen Trainers abhängen dürfte.

Kingsley Schindler

Kingsley Schindler soll das Offensivspiel der Kölner noch unberechenbarer machen


Obwohl die Kölner den mit Abstand besten Kader der Zweiten Liga haben, gilt es auch die Mannschaft sowohl in der Breite, als auch in der Spitze hinsichtlich der Anforderungen in der Bundesliga anzupassen. Mit ​Kingsley Schindler, der von Holstein Kiel in die Domstadt wechseln wird, steht bislang jedoch nur ein Neuzugang fest. Dem Vernehmen nach, sollen noch mindestens vier weitere Verstärkungen folgen, darunter auch definitiv ein neuer Innenverteidiger.


Auch die Führungsebene der Kölner muss neu aufgestellt werden. So steht der Effzeh aktuell ohne Präsident da. Ex-Boss Werner Spinner trat bereits im März nach einem Machtkampf mit Veh zurück. Anfang September wird auf der Mitgliedsversammlung daher ein neuer Anführer gesucht. ​CDU-Politiker Wolfgang Bosbach werden dabei aktuell die besten Chancen eingeräumt.