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BVB: Die Transferpläne für den Sommer

Der BVB musste am vergangenen Wochenende einen weiteren herben Rückschlag hinnehmen und muss im Schlussspurt um die deutsche Meisterschaft auf Ausrutscher des FC Bayern München hoffen. Doch selbst wenn, wie zu erwarten, am Ende die Vizemeisterschaft herausspringt, konnte ein gutes Fundament gelegt werden, auf das im kommenden Sommer durch kluge Transfers aufgebaut werden soll. Dabei gilt es sich auch von einigen Altlasten zu trennen.


1. Zugang: Thorgan Hazard

Thorgan Hazard und der BVB sind sich bereits seit geraumer Zeit handelseinig und arbeiten auf eine Zusammenarbeit ab der kommenden Spielzeit hin. Noch droht der Transfer jedoch an den unterschiedlichen Vorstellungen der Schwarz-Gelben und Hazards aktuellem Klub Borussia Mönchengladbach zu scheitern. 


So beharren die Fohlen auf eine Summe von stolzen 40 Millionen Euro. Der BVB hingegen, will nicht mehr als 25 Millionen Euro investieren. Spätestens 2020, wenn der Vertrag des Belgiers ausläuft, wird er sich jedoch - Stand jetzt - definitiv den Dortmundern anschließen.

2. Zugang: Julian Brandt

Während Thorgan Hazard seiner Form aus der Hinrunde derzeit meilenweit hinterherläuft, besticht das andere Transferziel für die BVB-Offensive Julian Brandt derzeit Woche für Woche durch überragende Leistungen. Der Berater des deutschen Nationalspielers soll sich bereits mit Sportdirektor Michael Zorc getroffen haben. Ob der Deal bereits im Sommer über die Bühne gehen kann, hängt vor allem auch von der Endplatzierung von Bayer 04 Leverkusen ab.


Stürmt der 23-Jährige mit der Werkself noch in die Champions League, könnte er womöglich noch ein weiteres Jahr bei Bayer dranhängen. Gelingt dies nicht und Brandt entscheidet sich für einen neue Herausforderung, könnten die Dortmunder Gebrauch von seiner Ausstiegsklausel machen und ihn für gerade einmal 25 Millionen Euro verpflichten.

3. Zugang: Nico Schulz

In den vergangenen Wochen konnten die Borussen ihre erheblichen Probleme auf der linken Defensivseite nicht mehr verbergen. Lange Zeit wurde zuletzt der sehr erfahrene Atletico-Verteidiger Filipe Luis als mögliche Verstärkung gehandelt. Der Routinier soll jedoch andere Pläne haben. Der deutsche Nationalspieler Nico Schulz von der TSG 1899 Hoffenheim gilt daher als neue Wunschlösung. Problem nur, dass für den 26-Jährigen dem Vernehmen nach eine Ablöse in Höhe von rund 25 Millionen Euro fällig wäre.

4. Verstärkung für die Zentrale gesucht

In der Hinrunde hatten Thomas Delaney und Axel Witsel in der Mittelfeldzentrale des BVB noch alles im Griff. In der zweiten Saisonhälfte zeigten beide Sommer-Neuzugänge jedoch eher schwankende Leistungen und wirkten nicht immer frisch. Für die kommende Saison gilt es sich daher breiter aufzustellen. Dabei wurde zuletzt Marcos Llorente von Real Madrid gehandelt.


Auch im Sturmzentrum könnte sich der BVB durchaus breiter aufgestellt werden. Wie mit dem verliehenen Alexander Isak  verfahren werden soll, ist derzeit noch nicht bekannt. Der Schwede trifft derzeit in den Niederlanden fleißig und hofft weiterhin auf seinen Durchburch beim BVB. Daneben fällt auch immer wieder der Name Patrik Schick von der AS Rom. Der Tscheche kann mit seinen 1,90 Meter sowohl den klassischen Neuner im Sturmzentrum geben, aber auch über die Außen eingesetzt werden. Die Borussen könnten mit ihm zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen...

5. Abgang: Ömer Toprak

Ömer Toprak spielt in den Überlegungen von Cheftrainer Lucien Favre schon längst keine Rolle mehr und ist derzeit in der Hackordnung der Innenverteidiger nur auf der fünften Position. Der Vertrag des 27-fachen türkischen Nationalspielers läuft zwar erst im Sommer 2021 aus, dennoch deutet aktuell alles auf eine baldige Trennung hin.

6. Abgang: Mahmoud Dahoud

Auch Mahmoud Dahoud hat es bei den Schwarz-Gelben weiterhin schwer. Wenn man ehrlich ist, konnte sich der ehemalige Gladbacher seit seinem Wechsel vor zwei Jahren nie wirklich beim BVB etablieren und scheint auch nicht in das Konzept von Lucien Favre zu passen. Dass der laufstarke Mittelfeldspieler durchaus gute Ansätze hat ist unumstritten, eine Luftveränderung würde auch seiner persönlichen Karriere  angesichts der Eindrücke der letzten Monate aber wohl nur gut tun.

7. Abgang: Maximilian Philipp

Rückblickend muss man konstatieren, dass der Wechsel von Maximilian Philipp im Sommer 2017 vom beschaulichen SC Freiburg zum Meisterschaftskandidat Borussia Dortmund deutlich zu früh kam. Der Angreifer wurde dem Anspruch eines 20-Millionen-Euro-Transfers nie gerecht und wird sich wohl bald einen neuen Klub suchen müssen.

8. Verliehene Spieler ohne Zukunft beim BVB

Derzeit tummeln sich gleich sieben verliehene Spieler des BVB in Europa. Keinem der Rückkehrer wird im kommenden Sommer eine wichtige Rolle beim Herbstmeister zugetraut und daher sollen die kommenden Wochen dafür genutzt werden, Abnehmer für Spieler wie Andre Schürrle und Shiji Kagawa zu finden.

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