​RB Leipzig verspielte am vergangenen Wochenende zwar die letzen Chancen auf eine Meisterschaft, unterm Strich kann die laufende Saison für die Roten Bullen aber nur als klarer Erfolg gewertet werden. Lediglich der angeblich bevorstehende Abgang von Torjäger ​​Timo Werner trübte zuletzt die Stimmung. Sportdirektor Ralf Rangnick machte den RB-Fans nun aber wieder etwas Hoffnung.​


Lange Zeit hatten sich die Leipzig-Bosse um eine vorzeitige Vertragsverlängerung mit ihrem Sturm-Juwel Timo Werner bemüht. Der 24-fache deutsche Nationalspieler wehrte jedoch jegliche Vorstöße von Seiten seines aktuellen Arbeitgebers vehement ab und ließ sich nicht auf eine Ausweitung seines bis 2020 datierten Arbeitspapiers ein. 


Ohne Verlängerung in das letzte Vertragsjahr des gebürtigen Stuttgarters zu gehen, war für die Leipziger bislang keine Option, zumal man so in Kauf nehmen würde, mit Werner einen der begehrtesten Offensivspieler Europas nach Vertragsende ablösefrei ziehen zu lassen. Insbesondere Sportdirektor Ralf Rangnick wurde daher in der Vergangenheit nicht müde zu erwähnen, dass RB auf die möglichen Werner-Einnahmen angewiesen sei, schließlich müsse man sich dann ja auch nach einem adäquaten Ersatz umschauen.

, Timo Werner

In der laufenden Saison erzielte Timo Werner bereits 19 Tore



Diese verzwickte Lage der Leipziger entging selbstverständlich auch der Konkurrenz aus dem In- und Ausland keineswegs und daher buhlen bereits seit Monaten gleich mehrere internationale Schwergewichte um den 23-Jährigen. Dem Vernehmen nach konnte der FC Bayern München die namhaften Mitbewerber ausstechen. Dabei wurde sogar kolportiert, dass sich Werner-Berater Karlheinz Förster und die Entscheider beim deutschen Rekordmeister ​bereits weitestgehend handelseinig seien.


Am 33. Spieltag der Bundesliga treffen nun beide Klubs aufeinander im direkten Duell aufeinander. Der gewiefte Taktiker Rangnick nutzte diesen Anlass, um die Diskussionen um Werner wieder in eine andere Richtung zu lenken. "Ich kann es nicht ausschließen, dass Timo erst 2020 geht", so das überraschende Statement des 60-Jährigen während einer Diskussionsrunde der Leipziger Volkszeitung am Montagabend.


Die Gründe, wieso der Funktionär einem Verbleib von Werner nun wieder offener entgegenblickt, liegen dabei eigentlich auf der Hand. So haben die Sachsen durch ihre fulminante Rückrunde die Teilnahme an der Champions League in der kommenden Saison längst gesichert und können sich daher auf Mehreinnahmen von mindestens 30 Millionen Euro freuen. Auf die Transfererlöse, die durch einen vorzeitigen Werner-Abgang generiert werden könnten, sind die Leipziger also längst nicht mehr so sehr angewiesen, wie noch vor Monaten befürchtet.

Julian Nagelsmann

Eine Zusammenarbeit mit Nagelsmann würde Werner mit Sicherheit nicht schaden



Darüberhinaus liegt es nahe, dass auch der künftige RB-Coach ​Julian Nagelsmann in den vergangenen Wochen seine Hoffnung auf eine zumindest kurzfristige Zusammenarbeit mit dem derzeit treffsichersten Angreifer der Sachsen geäußert haben könnte. "Wir werden im Sommer sehen, ob Timo geht – oder ob er uns unter Julian Nagelsmann noch mal in die Champions League schießt", so Rangnick weiter.


Als "Wunschszenario" wollte Rangnick diese Lösung jedoch nicht bezeichnen, auch wenn er betonte, dass es nur fair sei, wenn die Leipziger "auch an einem Wechsel partizipieren" würden, schließlich habe Werner bei RB eine "Riesen-Entwicklung" hingelegt. Auch der umworbene Stürmer selbst soll sich laut BILD-Informationen eine Saison unter dem für seine Weiterentwicklung von vielversprechenden Spielern bekannten Nagelsmann gut vorstellen können.