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Bundesliga: Die fixen Transfers im Überblick

Zwei Spieltage vor Ende der laufenden Saison stehen viele bedeutende Wechsel, die ab 1. Juli offiziell werden, bereits fest. 

1. Lucas Hernandez (von Atletico Madrid zum FC Bayern)

Der teuerste Transfer der Bundesliga-Geschichte kommt aus der spanischen Liga von Atletico Madrid. Lucas Hernandez stellt ein massives Upgrade für die Bayern-Verteidigung dar. Dank der Vielseitigkeit des 23-Jährigen können die Bayern in Zukunft auch in einer Dreierkette auflaufen. Zu seinen größten Stärken gehört der Defensivzweikampf, die Antizipation und die Schnelligkeit. 


"Joachim Löw hat uns zu Hernandez beglückwünscht. Für ihn ist er der beste Abwehrspieler der Welt", sagte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge im April in der Sky-Sendung Wontorra - der Fußball-Talk. 

2. Benjamin Pavard (vom VfB Stuttgart zum FC Bayern)

Lucas Hernandez und Benjamin Pavard kennen sich bereits bestens aus der französischen Nationalmannschaft. Gemeinsam triumphierten sie im vergangenen Sommer bei der WM in Russland. Zudem sind beide 23 Jahre alt und könnten gemeinsam mit Niklas Süle (23) eine Ära prägen. Pavard hat kein besonders gutes Jahr mit dem VfB Stuttgart hinter sich. Selbst der Abstieg ist noch nicht ausgeschlossen. Im Optimalfall kommt mit Pavard jedoch ein passsicherer, flexibler Akteur, der aber wohl erst einmal von der Bank kommen dürfte. 

3. Niclas Füllkrug (von Hannover 96 zu Werder Bremen)

Niclas Füllkrug kehrt zu seinen Wurzeln zurück. Der Stürmer stammt aus der Jugendabteilung von Werder Bremen. Für die erste Mannschaft kam er in 25 Einsätzen auf drei Tore. In der Zwischenzeit kickte der 26-Jährige für Greuther Fürth, den 1. FC Nürnberg und aktuell Hannover 96. Bei den Niedersachsen fehlt er allerdings seit Dezember wegen einer Knorpelverletzung. In der vergangenen Spielzeit war Füllkrug mit seinen 14 Toren ein Grund, weshalb die nachlassenden Hannoveraner nach starkem Start nicht abstiegen. 

4. Hannes Wolf (von RB Salzburg zu RB Leipzig)

Nicht zu verwechseln mit dem Trainer vom Hamburger SV. Mehr als den Namen haben die beiden aber nicht gemeinsam: Während der HSV-Coach derzeit mit seiner Mannschaft im Aufstiegskampf schwächelt, hat der offensive Mittelfeldspieler das Ticket für die Bundesliga bereits gelöst. Mit den Sachsen wird der gebürtige Grazer sogar Champions League spielen. Diese Erfahrung kennt der 20-Jährige aus Salzburg nicht, das höchste Gefühle war die letzte Playoff-Runde zur Königsklasse. 

5. Kevi Mbabu (von Young Boys Bern zum VfL Wolfsburg)

Der VfL Wolfsburg orientiert und verstärkt sich mit Akteuren aus dem Alpenland: Neben dem neuen Trainer Oliver Glasner aus Österreich steht mit Kevin Mbabu aus der Schweiz bereits der erste Sommer-Neuzugang fest. 


"Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung und das Abenteuer Bundesliga. Die Bedingungen in Wolfsburg sind optimal, um mich als Fußballer auf hohem Niveau noch weiter entwickeln zu können", sagte Mbabu bei der Unterzeichnung seines Vertrags bis 2023. Der 24-Jährige Rechtsverteidiger schließt in Wolfsburg eine zuvor dünn besetzte Planstelle und hat bereits Champions-League-Erfahrung mit den Young Boys gesammelt. 

6. Luan Candido (von Palmeiras zu RB Leipzig)

Für die brasilianische U18-Nationalmannschaft ist Luan Candido schon achtmal aufgelaufen. Darüber hinaus kann man nicht viel zum jungen Linksverteidiger sagen. RB Leipzig wird sich bei dem Transfer aber sicherlich etwas gedacht haben. Bezüglich Scouting und Talentsichtung zählt RB zu den besten Klubs in ganz Deutschland. 

7. Jan-Fiete Arp (vom Hamburger SV zum FC Bayern)

Vor einem Jahr bezeichneten viele Jan-Fiete Arp als Jahrhunderttalent. Die Karriere des Angreifers ist ein wenig ins Stocken geraten, kommt er doch beim HSV seit März nicht mehr zum Einsatz. Erst ein Pflichtspieltor (in der ersten Pokalrunde gegen TuS Erndtebrück) steht für Arp in dieser Saison zu Buche. Trotzdem wird Arp im Sommer 2019 zum FC Bayern wechseln (ein sofortiges Leih-Geschäft nicht ausgeschlossen).

8. Dong-won Ji (vom FC Augsburg zu Mainz 05)

Der 1. FSV Mainz 05 verkündete am Montag die die Verpflichtung des südkoreanischen Angreifers Dong-won Ji, der derzeit noch für den FC Augsburg auf Torejagd geht. Der 27-Jährige kommt zur neuen Saison ablösefrei nach Mainz und erhält einen bis Sommer 2022 datierten Kontrakt.


"Ji ist ein kreativer Offensivspieler, der flexibel auf verschiedenen Positionen eingesetzt werden an. Darüber hinaus ist er neben seinen sportlichen Qualitäten auch ein echter Teamplayer", sagte Sportdirektor Rouven Schröder. Beim 2:1-Sieg von Augsburg gegen Borussia Dortmund am 1. März war Ji mit einem Doppelpack der Matchwinner. 

9. Thomas Pledl (vom FC Ingolstadt zu Fortuna Düsseldorf)

Thomas Pledl ist erst 24 Jahre alt, hat aber schon reichlich Zweitligaerfahrung auf dem Buckel: 140 Spiele bestritt der offensive Mittelfeldspieler für Greuther Fürth, Sandhausen und Ingolstadt. Nach der Saison wird Pledl den nächsten Schritt machen und sich in der Bundesliga versuchen dürfen. Pledl wechselt ablösefrei zu Fortuna Düsseldorf und unterschreibt einen Zweijahresvertrag. 

10. Benjamin Goller (von Schalke 04 zu Werder Bremen)

Benjamin Goller wechselt zur neuen Saison vom FC Schalke 04 zu Werder Bremen. Noch ist unklar, in welcher Mannschaft die Grün-Weißen mit dem 20-jährigen Talent planen. Bei den Königsblauen absolvierte der Offensivmann einen Einsatz für die Profis; beim letzten Champions-League-Gruppenspiel gegen Lok Moskau durfte er eine Halbzeit ran.


"Benjamin wird die Vorbereitung bei der Bundesliga-Mannschaft absolvieren. Er wird auch an den beiden Trainingslagern im Zillertal und Grassau teilnehmen. Danach werden wir entscheiden, ob er direkt ein Kandidat für den Profi-Kader ist oder er zuvor noch Spielpraxis in unserer U23 sammeln wird", sagte Werder-Geschäftsführer Frank Baumann. 

11. Fabian Lustenberger (von Hertha BSC zu YB Bern)

Den dienstältesten Hertha-Profi verschlägt es im Sommer zurück in die Schweizer Heimat: Fabian Lustenberger bricht seine Zelte in der Hauptstadt nach zwölf Jahren ab und wechselt zum Meister aus Bern. Die Young Boys sichern sich den 31-jährigen Defensiv-Allrounder ablösefrei.

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