Das 2:2 bei ​Borussia Mönchengladbach war frustrierend und spiegelte so gar nicht die Kräfteverhältnisse des Duells zwischen der TSG und den Fohlen ab. Nach dem Spiel gab es deutliche Kritik von Hoffenheims Stürmer Andrej Kramaric an Noch-TSG-Coach Julian Nagelsmann und dessen ständige Systemumstellungen.


Es war ein bitteres Ergebnis für die ​TSG Hoffenheim am Samstag in Mönchengladbach. Anstelle das Spiel mit fünf oder gar sechs Toren Unterschied gewonnen zu haben, musste man sich am Ende mit einer Punkteteilung begnügen. Dabei wäre ein Kantersieg der Gäste keinesfalls unrealistisch gewesen, wären die vielen Chancen nur genutzt worden. Aber entweder stand Gladbach-Keeper Yann Sommer im Weg, oder man scheiterte am eigenen Unvermögen.


Der Frust saß anschließend tief bei den Kraichgauern. Und erstmals gab es deutliche Kritik aus den eigenen Reihen an Trainer Julian Nagelsmann. Gegenüber der Sport Bild erklärte Stürmer Andrej Kramaric auf die vielen Systemwechsel in einem Spiel: "Wir wechseln zu oft das System während des Spiels. Wir sind nicht bereit dafür. Wir sind keine Roboter, sondern Menschen. Das sind viele Fehler von draußen."


War Nagelsmann besonders für seine taktische Variabilität und Versiertheit immer wieder gelobt worden, so sind dies erstmals deutliche sowie negative Worte über die Arbeit des baldigen Trainers von RB Leipzig. "Ich liebe Julian, aber in manchen Momenten ändern wir die Systeme und brauchen drei Minuten, weil es nicht jeder Spieler versteht oder er es wegen der 50.000 Zuschauer nicht hören kann. In diesem Moment verlieren wir unseren Vorteil. Das Spiel beginnt sich zu ändern", so Kramaric weiter. "Es ist das erste Mal, dass ich das sage. Ich sage nicht, dass das der einzige Grund ist. Aber es passiert zu oft, dass wir nicht bis zum Ende des Spiels überleben."


Inzwischen soll die Sache aber intern geklärt worden sein, wie es weiter heißt. Ob und inwiefern Kramaric eine Strafe zu erwarten hat, ist nicht bekannt. Allerdings dürften die Worte auch aus der Emotionalität heraus ausgesprochen worden sein, denn im Kampf um die internationalen Plätze war dieser Rückschlag bei einem völlig desorientierten Gegner sicher nicht leicht zu verkraften. Denn gerecht war das Remis in Gladbach keinesfalls.