6:1. In Worten: Sechs zu Eins! Bayer 04 Leverkusen hat am 32. Spieltag in der Partie um Europa gegen Eintracht Frankfurt ein Ausrufezeichen gesetzt. Die sieben Tore des Spiels fielen alle in der ersten Halbzeit - ein neuer Bundesligarekord.


Dass Peter Bosz für Offensivfußball steht, wusste man bereits vor seiner Anstellung in Leverkusen. Mit einem 6:1 gegen Europa-Konkurrent Frankfurt hätte bei der Werkself dann aber doch keiner gerechnet. Das Team des Niederländers spielte im ersten Durchgang groß auf und nahm Frankfurt restlos auseinander. Im zweiten Durchgang nahm Leverkusen den Fuß dann vom Gas.

Den Torreigen eröffnete Leverkusens Shootingstar Kai Havertz schon nach zwei Minuten. Über Brandt und Aranguiz landete der Ball beim 19-Jährigen, der cool zum 1:0 abschloss. Und nur wenige Minuten später legte Leverkusens zweiter Shootingstar, Julian Brandt, nach: erneut legte Aranguiz vor, Brandt vollstreckte.


Kostic-Treffer bringt nicht die Wende


Frankfurt, vor der Partie mit drei Punkten und zehn Toren vor der Werkself, brauchte allerdings nur wenige Sekunden, um zu antworten: Filip Kostic nahm sich aus 25 Metern ein Herz, sein noch abgefälschter Schuss schlug im Tor von Ex-Frankfurter Lukas Hradecky ein. Die Frankfurter Hoffnung auf einen offenen Schlagabtausch ging jedoch schnell zu Grunde: Lucas Alario traf nach 23 Minuten zum 3:1, der starke Aranguiz legte nach 28 Minuten noch einmal nach.


Und damit war die SGE endgültig von der Rolle. Alario brachte sich nach Vorlage von Volland in der 34. Minute zum zweiten Mal auf die Anzeigetafel, nur zwei Minuten später traf Martin Hinteregger zum 6:1-Halbzeitstand ins eigene Netz. Das Spiel nach 45 Minuten war entschieden. Nach dem Seitenwechsel nahm Leverkusen das Tempo aus der Partie und schaltete in den Sparmodus. Dennoch kam die Werkself zu weiteren guten Chancen. 

Mit dem Sieg wahrt Leverkusen die Chance auf eine Champions-League-Teilnahme in der kommenden Saison. Nun punktgleich mit Frankfurt, trennen Leverkusen fünf Tore von der Königsklasse. Die SGE trifft allerdings noch auf Tabellenführer Bayern München.