​Am Sonntagmittag trennten sich ​Schalke 04 und der FC Augsburg mit 0:0, wodurch sich auch die Knappen rein rechnerisch den Klassenerhalt sicherten. Beide Mannschaften zeigten eine zähe Vorstellung, Chancen blieben überwiegend Mangelware.


Aufgrund der gestrigen Ergebnisse konnten beide Mannschaften den Rasen beruhigt betreten. Nach den Niederlagen des VfB Stuttgart, dem 1. FC Nürnberg und Hannover 96 war der Klassenerhalt für den FC Augsburg besiegelt, auch der FC Schalke konnte bei sechs Punkten Vorsprung auf den VfB aufgrund der bedeutend besseren Tordifferenz schon auf dem Sofa endgültig mit den Planungen für die kommende Bundesliga-Saison beginnen.


Dementsprechend verlief auch die Partie. Beide Mannschaften gingen wenig Risiko ein, die Intensität war in den Zweikämpfen kaum vorhanden. Die Augsburger, die nach zwei Siegen unter Martin Schmidt am vergangenen Wochenende eine 1:4-Niederlage gegen Bayer Leverkusen kassierten, bemühten sich vor allem um die Hausaufgaben in der Defensive und setzten nur wenige Nadelstiche nach vorne.


Gleichzeitig machten sich beide Mannschaften ihr Aufbauspiel durch die mangelnde Präzision im Passspiel kaputt. Die beste Gelegenheit im ersten Durchgang hatten die Gastgeber, als Breel Embolo den Ball an der Grundlinie gegen Gregor Kobel eroberte und für Suat Serdar querlegte. Der Mittelfeldspieler verpasste das Tor deutlich (40.).

Suat Serdar

  Vor und nach der Pause in Szene: Suat Serdar.


Wenige Minuten nach dem Seitenwechsel war es erneut Serdar, der gefährlich vor Kobel auftauchte: Nach einer Balleroberung im Mittelfeld tankte er sich gegen zwei Gegenspieler durch, spielte sich im Doppelpass mit Embolo frei und traf aus halblinker Position den Pfosten (52.). Auf der anderen Seite hatte Michael Gregoritsch nach einem flachen Freistoß von Philipp Max die beste Chance für die Gäste, allerdings war Nübel zur Stelle (56.).


Das Bild sollte sich in der Folge nicht großartig verändern. Beide Trainer wechselten, auf Schalker Seite sorgte Rabbi Matondo anschließend für die meiste Gefahr. Der Flügelspieler brachte Tempo in die Partie, seine größte Chance resultierte aber aus einer Ecke, als er nach einer Kopfballverlängerung von Matija Nastasic aus kürzester Distanz an Kobel scheiterte (81.). Auch, wenn Schalke mehr Willen zeigte und kurz vor Schluss eine weitere gute Gelegenheit durch Serdar hatte: Das Unentschieden war das folgerichtige Ergebnis, mit dem beide Mannschaften bestens leben können.