​​Borussia Dortmund hat ein Problem auf der Linksverteidigerposition. Es deutet alles darauf hin, dass die Verantwortlichen im Sommer nachbessern werden. Nur der Idealkandidat ist bisher noch nicht gefunden. Nico Schulz von der ​TSG 1899 Hoffenheim kommt dem Anforderungsprofil am nächsten. Wie äußert sich der Nationalspieler über ​das BVB-Interesse?


Aktuell versucht sich Abdou Diallo als Linksverteidiger, doch der 23-jährige Königstransfer des vergangenen Sommers fühlt sich im Zentrum deutlich wohler. Achraf Hakimi hat sein Potential vor allem in der Hinrunde aufblitzen lassen, allerdings ist der Marokkaner defensiv anfällig und fehlt wegen eines Mittelfußbruchs. Der 249-fache Bundesligaspieler Marcel Schmelzer ist unter Trainer Lucien Favre nicht mehr gefragt.


Als Übergangslösung für die kommende Saison ist Filipe Luis im Gespräch beim BVB. Der 33-jährige Linksverteidiger von Atletico Madrid ist erfahren auf höchstem internationalen Niveau. Man weiß, welche Fähigkeiten man von ihm kriegt. Dazu spricht dessen Vertragssituation für eine Verpflichtung: Im Sommer wäre Luis ablösefrei, weil Atletico den Vertrag des Brasilianers nicht verlängern möchte. Als langfristige Lösung kann Luis aus Altersgründen trotzdem nicht gelten. 


Tempo von Schulz wäre passend für den BVB


Diesem Anspruch kommt Nico Schulz von der TSG 1899 Hoffenheim deutlich näher. Der 26-Jährige ist im besten Fußballeralter, hat in dieser Saison den Schritt zum Nationalspieler geschafft und weiß mit Tempoläufen zu beeindrucken. Die kolportierte Ablösesumme spricht wiederum gegen Schulz: 30 Millionen Euro müsste der BVB wohl an die Kraichgauer überweisen, zumal Schulz dort noch bis 2021 unter Vertrag steht. 

Im Interview mit der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung gab Schulz jetzt seine Einschätzung zum BVB-Interesse. Auf die Frage, ob er sich vorstellen könnte, für Dortmund zu spielen, antwortete Schulz: "Ich könnte mir vorstellen, mal für einen großen Klub zu spielen. Das habe ich immer gesagt. Das will schließlich jeder Fußballer mal." Dann ergänzte der gebürtige Berliner: "Prinzipiell ist Borussia Dortmund ein toller Verein, gut geführt, immer oben mit dabei in der Bundesliga. Aber ich weiß nicht, was im Sommer passiert. Erst mal haben wir noch drei wichtige Spiele zu absolvieren, darauf liegt mein Fokus. Alles Weitere sehen wir dann." 


Eine Zurückweisung der BVB-Gerüchte klingt anders. Ein nachdrückliches Bekenntnis zu den Westfalen lässt sich aber auch noch nicht herauslesen.