Nachdem der ​​VfB Stuttgart in dieser Spielzeit bereits zwei Übungsleiter verschlissen hat, soll Interimstrainer ​Nico Willig bis zum Saisonende die Kohlen aus dem Feuer holen und den Traditionsverein, wenn nötig auch gerne in der Relegation, retten. Mit ​T​im Walter haben die Schwaben aber offenbar bereits eine designierten Nachfolger an der Angel.


Aktuell ist der 43-Jährige für den Zweitligisten Holstein Kiel tätig und rangiert mit den Störchen derzeit auf dem siebten Tabellenplatz. Mit dem Aufstieg in die Bundesliga werden die Kieler daher in dieser Saison wohl nichts mehr zu tun haben, dennoch konnte der gebürtige Badener seit seiner Amtsübernahme im vergangenen Sommer bereits eine Menge bewegen und wird daher bereits seit geraumer Zeit von mehreren Bundesligisten beobachtet.

Tim Walter

Tim Walter arbeitet gerne mit hoffnungsvollen Talenten zusammen


Dabei stören sich die Interessenten allem Anschein auch nicht daran, dass der ehemalige Jugendtrainer des FC Bayern München noch bis zum Sommer 2020 vertraglich an den Klub aus dem hohen Norden gebunden ist. Nach Informationen von Sport1 sollen die Stuttgarter rund um Sportvorstand Thomas Hitzlsperger bereits Kontakt mit dem Fußballlehrer aufgenommen und erste Verhandlungen eingeleitet haben.


Dem Bericht zufolge, könne sich auch Walter ein Engagement beim kriselnden Traditionsverein gut vorstellen. Von seiner Spielphilosophie her, die auf dominanten Ballbesitzfußball mit vielen offensiven Akzenten ausgelegt ist, könnte er ideal in die angepeilte Entwicklung des VfB passen. Laut fussball.news dementierte der umworbene Coach jedoch, dass es bereits Kontakt mit den Stuttgartern gehabt habe.


Dabei könnte es sich aber auch um das branchenübliche Taktieren vor einem bevorstehenden Wechsel handeln. Für Walter spräche mit Sicherheit auch, dass er sich nicht zu schade wäre im Falle eines Abstiegs auch in der zweiten Liga Vollgas zu geben. Womöglich erhöhen sich durch seine Aussage aber doch die Chancen von ​Interimscoac​h Nico Willig.

Nico Willig

Nico Willig konnte zuletzt Pluspunkte sammeln


Bislang wurden sowohl Hitzlsperger als auch Willig nicht müde zu erwähnen, dass der eigentliche Trainer der U19 nur bis zum Saisonende die Geschicke der Profis leiten wird. Nach seinem ​gelungenen Debüt beim 1:0-Heimsieg am vergangenen Wochenende gegen Borussia Mönchengladbach, könnte aber auch die Führungsriege der Stuttgarter zu der Erkenntnis gelangen, dass das Gute oftmals ganz nahe liegt.


Gegenüber dem kicker, beharrte der VfB-Sportvorstand so unlängst zwar erneut darauf, dass er nicht warten könne, wie sich die als Projekt angelegte Hilfe von Willig entwickelt, punktet der 38-Jährige aber weiter eifrig und gestaltet sich die Suche nach einem neuen Cheftrainer doch schwerer als gedacht, könnte aus der Zwischenlösung womöglich doch eine langfristige Zusammenarbeit werden. "Wenn wir dieses Luxusproblem bekommen, können wir noch darüber reden", so Hitzlsperger.