Der FC St. Pauli hat offenbar einen Nachfolger für Uwe Stöver gefunden: Wie die Hamburger Morgenpost berichtet, soll Andreas Bornemann der neue Sportchef am Millerntor werden. 


Dass die Planungen für die Besetzung des Postens zeitnah abgeschlossen werden, bekräftigte Andreas Rettig, ​der sein Amt als kaufmännischer Geschäftsleiter aus persönlichen Gründen nach vier Jahren niederlegen wird, vor wenigen Tagen (via MoPo): "In den Überlegungen, was den Sportchef angeht, sind wir so weit, dass ich sage, es wird nicht mehr ewig dauern. Wenn der Verein den Kandidaten holt, den er vorhat zu verpflichten, dann ist das eine gute Lösung."


Der Kandidatenkreis sei nicht allzu groß gewesen, medial wurden unter anderem der vor einem Monat beim FC Ingolstadt entlassene Harald Gärtner und Olaf Rebbe gehandelt, während Markus Krösche aufgrund seiner Begehrlichkeiten innerhalb der Bundesliga nie als ernsthafter Anwärter auf die Nachfolge Rettigs gegolten habe. 


Stattdessen sei nun Bornemann in der Favoritenrolle. Der 47-Jährige sammelte in den vergangenen 17 Jahren Erfahrungen beim SC Freiburg, Alemannia Aachen, Holstein Kiel und dem ​1. FC Nürnberg. Bei den Franken erlebte er im vergangenen Mai den Aufstieg in die Bundesliga, sein Sparkurs sorgte allerdings im Hinblick auf Verstärkungen für den Klassenerhalt für große Kritik.

Andreas Bornemann

   Soll auf Uwe Stöver folgen: Andreas Bornemann.


Zwar brachte er den Verein in eine wirtschaftlich stabile Lage, der Abstieg in die zweite Bundesliga ist allerdings kaum noch abzuwenden. Bei seiner ​Entlassung im Februar wurde es ihm allerdings auch zum Verhängnis, dass er Michael Köllner immer wieder den Rücken stärkte und den Ex-Trainer, ​mit dem Bornemann gemeinsam seinen Hut nehmen musste, nicht von seinen Aufgaben an der Seitenlinie entbinden wollte.


Eine ähnliche Kontinuität, für die Bornemann in Nürnberg plädierte, wünscht man sich auch beim FC St. Pauli, wo er mit Präsident Oke Göttlich einen großen Fürsprecher besitzen soll. ​Erst kürzlich trennte sich der Verein von Markus Kauczinski sowie Sportchef Uwe Stöver und installierte den Niederländer Jos Luhukay, nachdem die Mannschaft mit vier sieglosen Spielen den Anschluss an die Aufstiegsränge zu verlieren drohte. Rein rechnerisch ist der Relegationsplatz noch immer in greifbarer Nähe, doch Andreas Bornemann wird, sollte er den Kiezkickern sein Ja-Wort geben, wohl auch in der kommenden Saison Zweitliga-Fußball am Millerntor vorfinden.