​Im Januar wurde der 22-jährige Ole Käuper für eineinhalb Jahre in die ​zweite Liga zu ​Erzgebirge Aue verliehen. Erst 2020 ist seine Rückkehr zum ​SV Werder Bremen geplant. Ganz nach den Vorstellungen läuft das Leihgeschäft aber nicht, eine Perspektive in Bremen scheint er selbst bei einer Rückkehr vorerst nicht zu haben.


Bisher stehen für Käuper nur vier Einsätze bei den Sachsen zu Buche. Bei Werder wollte man Käuper mit der Leihe Spielpraxis ermöglichen, die er in Bremen nicht bekommt. Trotzdem war man weiterhin von dem Potential des Mittelfeld-Spielers aus der eigenen Jugend überzeugt, so dass man Käuper erst einmal verlieh. Aue würde dennoch eine Kaufoption für den 22-Jährigen besitzen, der noch bis 2020 an den Verein gebunden ist.


Dass diese Option einer festen Anstellung allerdings gezogen wird, gilt nun als sehr unrealistisch. Denn Käuper wurde vor wenigen Wochen ​vom Verein wettbewerbsübergreifend suspendiert. Zu den Gründen machte Aue keine genauen Angaben, es handle sich lediglich um disziplinarische Vergehen. Für die Entwicklung von Käuper ist dies natürlich ein herber Rückschlag, den auch Werder-Sportchef Frank Baumann durchaus enttäuscht zur Kenntnis nimmt.


Natürlich hat sich auch Baumann die Situation anders vorgestellt: "Ole wird aus dieser Situation lernen." Käuper habe die Situation in Aue nicht so angenommen, wie beide Vereine es erwartet hätten. Dass sein Vertrag bei den Veilchen im Sommer aufgelöst wird, ist also quasi beschlossen. Trotzdem möchte man Käuper eine weitere Chance geben und ihn zu einem anderen Verein verleihen. Vielleicht steht ja dann dort das sportliche Potential des Youngsters im Vordergrund und er kann sich nachhaltig für Werder empfehlen.