​​​Bakery Jatta (20) - der Name allein reicht schon, um fast jedem HSV-Fan ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Die herzerwärmende Story über den aus Gambia geflüchteten Teenager, der nach einer Odyssee durch die halbe Welt schließlich beim HSV landete, ist weltweit bekannt. Am vergangenen Dienstag setzte Jatta diesem modernen Märchen ein weiteres Kapitel hinzu. Und die Interessenten an seiner Verpflichtung werden immer zahlreicher. 


Schon im Winter hatte es Anfragen gegeben. Aus Nürnberg, aus Bremen (wie die Mopo in ihrer heutigen Ausgabe berichtet) und mindestens noch von einem weiteren Klub. Seitdem spielt Jatta regelmäßig für den HSV und ist während der nun schon seit Wochen anhaltenden Krise der Rothosen eine der wenigen Lichtblicke. Klar, dass die Schar der Interessenten nicht geringer wird. 


Noch hält der HSV das Heft des Handelns in der Hand. Im Januar verlängerte der Klub zu erheblich verbesserten Bezügen den Vertrag mit Jatta bis 2024. Doch was Verträge im Falle des Nicht-Erreichens der sportlichen Ziele (sprich: Wiederaufstieg) Wert sind (oder eben nicht!) weiß man natürlich auch im Volkspark. Sport-Chef Ralf Becker gegenüber der Mopo: "Wir haben den Vertrag mit Bakery nicht verlängert, um ihn zu verkaufen. ​Wir planen mit ihm. Er ist jung und steckt mitten in der Entwicklung." Die man eigentlich an der Elbe begleiten will. 


Doch sollte das große Ziel Wiederaufstieg verfehlt werden, wird Jattas Name auf jeden Fall fallen. Und zwar als möglicher Abgang. Und dann vielleicht sogar nach Bremen, wo er nach seiner Ankunft in Deutschland einige Zeit lebte und auch noch viele Freunde hat. Für den HSV wäre es die Höchststrafe. Doch soll es gar nicht soweit kommen. Schon am kommenden Sonntag, im Spitzenspiel bei Union Berlin (13.30 Uhr), kann Jatta seinen ganz eigenen Beitrag dazu leisten, auch in der kommenden Spielzeit für den Dino aufzulaufen. Dann wieder in Liga Eins.