​Der Herbstmeister ​Borussia Dortmund konnte zwar das enorme Niveau der Hinrunde in der zweiten Saisonhälfte nicht konstant abrufen, daran dass Trainer ​Lucien Favre bei den Schwarz-Gelben einen guten Job macht, besteht dennoch kein Zweifel. Dies scheint auch Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke so zu sehen und peilt daher eine langfristige Zusammenarbeit an.


Als Favre im vergangenen Sommer seine Arbeit bei der Borussia antrat, stand der erfahrene Fußballlehrer vor einer echten Herkulesaufgabe. Die Vor-Saison war schließlich alles andere als problemlos verlaufen und die Mannschaft wirkte nicht aus einem Guss. Durch akribische Arbeit und großen Fußballsachverstand brachte der 61-Jährige den wankenden Riesen aber überraschend rasch wieder in die Spur und eilte von Erfolg zu Erfolg.

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Lucien Favre will seine Mannschaft stetig verbessern


In der zweiten Saisonhälfte mussten die Dortmunder ihrem enormen Tempo jedoch immer häufiger Tribut zollen. Zudem war den jungen Spielern der Borussen ihre mangelnde Erfahrung insbesondere beim frühen Champions-League-Aus gegen die Tottenham Hotspur anzumerken. Den absoluten Tiefpunkt stellte schlussendlich das desaströse 0:5 im Spitzenduell gegen den FC Bayern München dar.


Mit zwei Siegen in Folge konnten sich die Schwarz-Gelben zuletzt aber wieder konsolidieren und können nun mit Selbstvertrauen in die kommenden Wochen gehen. Favre, so scheint es, konnte dabei seine erste Krise beim BVB souverän moderieren und stolperte auch nicht über ​angeblich aufkeimende interne Kritik an seiner Herangehensweise.

Hans-Joachim Watzke

Watzke sieht den BVB auf der Trainerposition sehr gut aufgestellt


Vonseiten der Vereinsführung wurde der Schweizer auch in der wenig erfolgreichen Periode immer wieder gestärkt. Wenig überraschend, hofft man beim BVB daher auf eine lange Zusammenarbeit. Aktuell läuft das Arbeitspapier des Trainers im Sommer 2020 aus, eine baldige vorzeitige Vertragsverlängerung dürfte jedoch im Interesse aller Beteiligten sein.


Gegenüber dem kicker unterstrich ​Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke nun, dass man "nicht ohne Verlängerung ins letzte Jahr" gehen wolle, sonst hätte man schließlich "jeden Tag Diskussionen". Auch Favre machte zuletzt keinerlei Anstalten vom eingeschlagenen Weg abzukommen und daher spricht vieles für eine baldige Übereinkunft.