​Seit Wochen hatte er es verkündet. Und all denen wiederholt, die ihn darum baten: "Der ​HSV erhält die Lizenz zu hundert Prozent, und ohne Auflagen und Bedingungen." Seit gestern nun ist es amtlich: Bernd Hoffmann (56) hat Wort gehalten. Der DFB erteilt dem HSV auch für die kommende Spielzeit die Lizenz. Und tatsächlich ohne Auflagen.


Der große Unterschied zu vergangenen Jahren liegt in der Autonomie des Klubs. Denn diesmal hat es der HSV geschafft, ohne Finanzspritzen von Investor ​Klaus-Michael Kühne (81) auszukommen. Auch die Tatsache, dass Stand heute weder der Trikot-Sponsor-Deal mit Emirates Airlines als auch der Namensrechte-Vertrag bezüglich des Stadions verlängert worden sind, hielt die DFB-Kontrolleure nicht davon ab, den Hamburger SV als finanziell stabil genug für die kommende Spielzeit einzustufen. 


Sowohl für die Bundesliga als auch für die Zweite Liga erhält der Verein die "Lizenz zum Kicken", wie es die Mopo etwas augenzwinkernd formulierte. Gute Arbeit, HSV. 

Öffentlichkeitswirksam verkündet wurde das Ganze gestern im Vorlauf des ​Pokalhalbfinales zwischen dem HSV und RB Leipzig. HSV-Vorstandsboss Hoffmann wirkte dabei gelöst wie selten in den vergangenen Wochen. An die große Glocke hängen will er indes diesen formalen Erfolg auch nicht: "Die Lizenz bedeutet Planungssicherheit fürs nächste Jahr. Das ist für uns aber keine Überraschung. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, es gibt keinen Grund, das besonders zu erwähnen", kommentierte Hoffmann den Vorgang gegenüber NDR 90, 3.