Nach dem beschlossenen Aus von Pal Dardai bei ​Hertha BSC hieß es zunächst, dass der Ungar dem Nachwuchs der Hertha erhalten bleibt. Nun aber scheint Dardai doch eigene Pläne zu verfolgen und will sich nach einem Urlaub vor allem weiterbilden.


Pal Dardai verlässt Hertha BSC zum Saisonende. Nach viereinhalb Jahren auf der Trainerbank der Hauptstädter beschloss Manager Michael Preetz, ​​dass es einen neuen Impuls auf der Position des Coaches braucht. Für Dardai hieß es damit, dass er ins zweite Glied und in die Jugendabteilung zurück soll. Was sich zunächst als friedliche Einigung entpuppte und vor allem die Fans erfreute, da Dardai dem Klub erhalten bliebe, scheint sich nun etwas anders darzustellen.


Denn wie die Bild-Zeitung erklärt, wird der Ungar vor allem erst mal ausspannen. „Ich werde bis Oktober Urlaub machen. Vorzugsweise in meinem Haus am ungarischen Plattensee. Dort fühle ich mich sehr wohl, kann am besten entspannen. Ich werde die Zeit nutzen, um erstmal durchzuatmen. Die viereinhalb Jahre als Hertha-Trainer sind nicht spurlos an mir vorbeigegangen“, so der 43-Jährige.

Von dort aus möchte er sich ganz entspannt den Liga-Auftakt zur kommenden Saison ansehen. Erst im Herbst soll es dann mit der eigenen Karriere weitergehen. Und die ist anders geplant, als es wohl bei der Hertha angedacht ist. Denn danach will er sich weiterbilden, wie Dardai erklärt. „Es geht auch darum, seinen Horizont zu erweitern. Mich interessiert der Bereich der Sportwissenschaft sehr. Im Trainerberuf wird das immer wichtiger. Man muss offen sein für trainingsverbessernde Erkenntnisse.“ Daher habe er bereits Kontakt zu Wissenschaftlern und Universitäten. „Diese werde ich nutzen.“


Auch will er sich andere Klubs und deren Arbeit ansehen. „Ich werde bei dem einen oder anderen großen Klub hospitieren. Ich habe auch bereits Kontakt aufgenommen, es ist aber noch nichts spruchreif“, so Dardai. Daher steht eine Rückkehr zur Hertha bislang offenbar gar nicht so fest, wie das zunächst klang. Man scheint sich auf Sommer 2020 geeinigt zu haben. „Mal sehen, welche Aufgabe Michael Preetz dann für mich hat“, erklärt der Noch-Trainer. Und bis dahin kann eine ganze Menge passieren.