​Dieter Hecking (54) wird bekanntermaßen ab kommender Saison nicht mehr bei Borussia Mönchengladbach auf der Trainerbank sitzen. Nach der 1:2-Niederlage gegen Leipzig am letzten Samstag nannte er in der Bild einen der größten Schwachpunkte seines Teams und gab seinem Nachfolger Marco Rose (kommt von RB Salzburg) damit gleich einen Ratschlag an die Hand.


In der Rückrunde läuft es einfach nicht für Hecking und seine Fohlen: Mit nur neun Punkten aus den letzten zehn Bundesliga-Partien entfernen sich die Gladbacher immer weiter von den Plätzen der europäischen Königsklasse - und das, obwohl sie in der Hinrunde noch als stiller Dritter neben dem BVB und Bayern München im Kampf um die Meisterschaft galten. 


Vor wenigen Wochen verkündete Gladbach-Sportdirektor Max Eberl dann, dass die Arbeit mit Hecking im Sommer endet, und dass für die kommende Entwicklung eine neue Person nötig sei. Diese Lücke wird Marco Rose füllen, der mit Salzburg bereits in seinem ersten Jahr als Trainer u.a. Meister wurde und den Verein bis ins Halbfinale der Europa League führte. Die Gladbacher Abwärtsspirale in der Rückrunde war sicherlich auch ein Grund für den Perspektivwechsel.

Dieter Hecking

Dieter Hecking hat bei der Borussia aus Gladbach keine Zukunft mehr



Im Gespräch mit der Bild, angesprochen auf die fehlenden wichtigen Akzente, verwies Hecking offen auf die zu wenig vorhandene Schnelligkeit seines Teams. Auch im Spiel gegen Leipzig, das ohnehin für ihr schnelles (Umschalt-)Spiel bekannt und gefürchtet ist, wurde dies durch viele verlorene Laufduelle sichtbar. Die Zahlen dazu liefert bundesliga.de: mit beispielsweise 36 "intensiven Läufen" mehr auf dem Konto der Leipziger ein deutliches Zeichen.


Deshalb die logische Konsequenz des Noch-Trainers der Gladbacher: Mehr und intensiver am Tempo arbeiten. "Da muss man ehrlich sagen, dass uns die Schnelligkeit gefehlt hat. Wenn beispielsweise Raffael in machen Szenen mehr Speed gehabt hätte, wäre es gefährlicher geworden", so Hecking zur Bild. "Leipzig hat viele Bälle von uns einfach abgelaufen. Es wird die Aufgabe sein, am Tempo dieses Kaders zu arbeiten!"


Was als aktueller Aspekt der schlechten Entwicklung und gleichzeitig als Ratschlag für die kommende Spielzeit verstanden werden kann, wird Rose sicherlich angehen. Denn auch er lässt in Salzburg einen Spielstil mit Pressing und wichtigen Umschaltsituationen umsetzen, ähnlich wie in Leipzig.